Ukraine greift Moskau mit Hunderten Drohnen an – Schäden in mehreren Regionen
Ukraine greift Moskau mit Hunderten Drohnen an

Die Ukraine hat in der Nacht zum 7. Juli 2026 einen massiven Drohnenangriff auf Russland durchgeführt, bei dem nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 452 unbemannte Flugobjekte über 17 Regionen abgefangen wurden. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, dass mehr als 430 Drohnen die Hauptstadt ansteuerten, von denen 36 im direkten Anflug auf das Stadtgebiet abgeschossen wurden. Dies wäre der zahlenmäßig größte ukrainische Drohnenangriff auf Moskau in den vergangenen zwei Jahren. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht. Schäden in Moskau meldete Sobjanin nicht, jedoch waren die Flughäfen der Hauptstadt stundenlang gesperrt.

Brand in Industriebetrieb in Kaluga

In der Region Kaluga südwestlich von Moskau löste ein ukrainischer Drohnenangriff einen Brand in einem Industriebetrieb aus. Gouverneur Wladislaw Schapscha erklärte auf Telegram, dass sechs Drohnen zum Einsatz kamen. Es gebe keine Toten oder Verletzten. Welche Einrichtung genau getroffen wurde, gab er nicht bekannt.

Selenskyj hofft auf Nato-Gipfel

Nach dem verheerenden russischen Angriff auf Kiew mit 22 Toten und rund 90 Verletzten setzt Präsident Wolodymyr Selenskyj große Hoffnungen auf den Nato-Gipfel in Ankara. Er sagte in seiner abendlichen Videoansprache: „Der Gipfel dürfe nicht nur leere Worte hervorbringen, sondern mehr Schutz für die Ukraine.“ Er beklagte das Fehlen von Munition für die Patriot-Abwehrsysteme: „Wenn die entsprechenden Abwehrmittel vorhanden sind, erzielen unsere Soldaten wirklich hohe Abschussquoten, und genau damit lässt sich das Problem bei den ballistischen Raketen erklären: Es gibt nicht genügend Abwehrmittel.“

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Ukrainische Drohnen greifen Ölraffinerie in Sibirien an

Ukrainische Drohnen haben die mehr als 2.400 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte sibirische Industriestadt Omsk angegriffen. Gouverneur Witali Chozenko teilte auf Telegram mit, dass einige Drohnen das nördliche Industriegebiet erreichten und Schäden verursachten. In ukrainischen Telegramkanälen kursierten Videos, die Drohnen beim Anflug auf die Erdölraffinerie Omsk zeigen, die größte in Russland mit einer Verarbeitungskapazität von mehr als 20 Millionen Tonnen pro Jahr. Augenzeugen dokumentierten einen Brand in der Anlage. Die Behörden schlossen wegen des Luftalarms den Flughafen in Omsk.

Rutte ruft zu weiterer Unterstützung auf

Nato-Generalsekretär Mark Rutte rief die Verbündeten vor dem Gipfeltreffen in Ankara zu weiterer Unterstützung für die Ukraine auf. „Die Ukraine verändert derzeit dank des Mutes, des Engagements und des Einfallsreichtums ihrer Streitkräfte die Dynamik auf dem Gefechtsfeld“, sagte er in Ankara. Er betonte den Bedarf an anhaltender Unterstützung, insbesondere im Bereich der Luftabwehr, und verurteilte die fortgesetzten russischen Angriffe.

Britische Kampfjets fangen russisches Flugzeug ab

Bei einem Vorfall im Nordatlantik haben britische F-35-Kampfjets ein russisches Patrouillenflugzeug vom Typ Tupolew abgefangen, das einem Kampfverband um den Flugzeugträger „HMS Prince of Wales“ zu nahe gekommen war. Das Verteidigungsministerium in London bezeichnete die russische Aktivität als „nicht sicher und unprofessionell“. Die russische Maschine habe mehrere Sonarbojen abgeworfen und nicht auf Kontaktversuche reagiert.

Stromausfälle auf der Krim

Ein Stromversorger auf der Krim meldete flächendeckende Stromausfälle, die auf „äußeren Einfluss“ zurückgeführt wurden. Der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef von Sewastopol, Michail Raswoschajew, teilte mit, ukrainische Angriffe hätten die Stromversorgung der Stadt unterbrochen, die später mit Reserveausrüstung wiederhergestellt wurde.

Von der Leyen: Flugabwehr Thema beim Nato-Gipfel

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, dass der dringende Bedarf der Ukraine an zusätzlicher Flugabwehr beim Nato-Gipfel in Ankara besprochen werde. Sie schrieb auf X: „Die Ukraine braucht dringend mehr Luftabwehr. Wir werden dies diese Woche in Ankara beim Nato-Gipfel besprechen.“

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London verhängt Sanktionen wegen Giftanschlägen

Die britische Regierung verhängte Sanktionen gegen russische Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen wegen ihrer Verwicklung in Giftanschläge, darunter der Anschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal mit Nowitschok und die Vergiftung des Oppositionellen Alexej Nawalny mit Epibatidin. Sieben Einzelpersonen und zwei führende Wissenschaftsinstitute seien betroffen, teilte das Außenministerium mit.

Polnische Ukraine-Hilfen: Tusk fordert Konsens

Polens Ministerpräsident Donald Tusk forderte eine Rückkehr zu parteiübergreifender Einigkeit über Militärhilfen für die Ukraine. Er warnte andere Politiker, einschließlich des rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki, davor, in dieser Frage mit dem Feuer zu spielen. Hintergrund sind Vorwürfe des rechten Lagers, die Regierung habe der Ukraine ohne Abstimmung Patriot-Flugabwehrraketen geliefert.