Am 22. Juni 1941 begann der deutsche Angriff auf die Sowjetunion – ohne vorherige Kriegserklärung. Mehr als drei Millionen Wehrmachtssoldaten überschritten an diesem Tag die Grenzen des damaligen Sowjetreiches. Der Überfall, von den Nationalsozialisten als „Unternehmen Barbarossa“ bezeichnet, markierte den Beginn eines Vernichtungskrieges, der Millionen Menschenleben forderte.
Der Überfall ohne Vorwarnung
Adolf Hitler hatte den Angriff bereits Monate zuvor geplant. Der Überfall erfolgte am frühen Morgen des 22. Juni 1941 entlang einer Front von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Die sowjetischen Truppen wurden völlig überrascht. Innerhalb weniger Tage erzielte die Wehrmacht große Gebietsgewinne. Der Angriff verletzte den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt, der 1939 geschlossen worden war.
Verbrechen und Folgen
Der Krieg gegen die Sowjetunion war von Anfang an als rassistischer Vernichtungskrieg konzipiert. Die Wehrmacht und SS-Einheiten verübten Massaker an Juden, Kriegsgefangenen und der Zivilbevölkerung. Insgesamt starben im Deutsch-Sowjetischen Krieg etwa 27 Millionen Sowjetbürger. Die Auswirkungen dieses Krieges sind bis heute in Politik und Familien spürbar. Der Historiker Jürgen Zarusky betont: „Die Verbrechen der Wehrmacht in der Sowjetunion waren kein Betriebsunfall, sondern systematisch geplant.“
Bis heute nachwirkend
Die Erinnerung an den Überfall prägt das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland bis in die Gegenwart. In vielen Familien werden die Erlebnisse der Soldaten und Zivilisten weitergegeben. Der 22. Juni ist in Russland ein offizieller Gedenktag. In Deutschland wird der Tag meist still begangen. Die Aufarbeitung der Verbrechen dauert an.



