Trump kündigt Treffen mit Iran in Doha an – Iran dementiert
US-Präsident Donald Trump hat für diesen Dienstag ein Treffen mit Vertretern des Irans in der katarischen Hauptstadt Doha angekündigt. „Der Iran hat um ein Treffen gebeten“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte er nicht. Kurz zuvor hatte Teheran jedoch Berichte über einen möglichen weiteren Verhandlungstermin mit den USA zurückgewiesen. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna, eine Gesprächsrunde werde stattfinden, „sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde“. Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen sei für diese Woche nicht geplant. Konsultationen über Vermittler würden jedoch fortgesetzt.
Vermittler richten Kommunikationskanäle ein
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran haben Vermittler Insidern zufolge Kommunikationskanäle eingerichtet, um mögliche Zwischenfälle und eine erneute Eskalation wie am Wochenende zu verhindern. Vertreter beider Länder wollten in den kommenden Tagen in Doha die Beratungen über die Umsetzung einer Rahmenvereinbarung fortsetzen, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Das US-Nachrichtenportal Axios hatte unter Berufung auf einen ranghohen US-Regierungsvertreter berichtet, dass die Gespräche am Dienstag in Katar wieder aufgenommen werden sollen. Neben Katar vermittelt auch Pakistan in dem Konflikt. Nach einem iranischen Angriff auf einen Frachter in der Straße von Hormus hatten sich beide Seiten trotz der geltenden Waffenruhe wieder gegenseitig beschossen. Inzwischen wurden nach US-Angaben mit dem Iran ein Stopp der Angriffe und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch vereinbart.
Sechs Milliarden Dollar eingefrorener Gelder freigegeben
Nach einer Einigung mit den USA zur Aufhebung von Sanktionen im Öl- und Petrochemiesektor werden nach Angaben aus Teheran sechs Milliarden von insgesamt zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Geldern aus Katar freigegeben. Dies erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian staatlichen Medien zufolge. Der Iran und die USA haben in diesem Monat ein Rahmenabkommen unterzeichnet, um den Weg für eine Beilegung ihres Konflikts zu ebnen.
Iran und Oman beraten über Straße von Hormus
Der Iran und der Oman haben erstmals in einem gemeinsamen Ausschuss über die Straße von Hormus beraten. Das Treffen des Gremiums fand in der omanischen Hauptstadt Maskat statt, wie der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X mitteilte. Demnach tauschten sich Vertreter beider Staaten über die Souveränitätsrechte der Golf-Anrainer aus. Zudem sei über die künftige Verwaltung der für den internationalen See- und Öl-Handel wichtigen Meerenge gesprochen worden. Basis dafür sei das Mitte Juni von den USA und dem Iran vereinbarte Rahmenabkommen.
Israels Cyberabwehr verzeichnet massive Zunahme iranischer Angriffe
Israels Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben im jüngsten Krieg mit dem Iran eine drastische Zunahme iranischer Cyberangriffe verzeichnet. „Während der Operation 'Rising Lion' im Juni 2025 gingen bei den 119 Einsatzzentren unseres Cyberabwehr-Zentrums etwa 1600 Meldungen über Cybervorfälle ein“, sagte der Generaldirektor des Nationalen Cyberabwehrzentrums, Yossi Karadi, der „Welt“. „Während der Operation 'Roaring Lion' im Juni 2026 stieg diese Zahl auf rund 4800 Meldungen.“ „Anders als im kinetischen Bereich gibt es im Cyberraum keinen Waffenstillstand“, sagte Karadi. Am Tag der Unterzeichnung des Waffenstillstands im Juni vergangenen Jahres sei die Zahl der Cyberangriffe gegen Israel verdoppelt worden.
USA rechnen trotz Angriffen mit weiteren Gesprächen
Trotz mehrerer Angriffe während der eigentlich geltenden Waffenruhe gehen die USA von weiteren Gesprächen mit dem Iran in den kommenden Tagen aus. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Es wurde nichts abgesagt.“ Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens liegen demnach für die kommenden Tage im Plan. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig. Ein Ort für mögliche Gespräche wurde nicht genannt. In den vergangenen Tagen hatte es Angriffe der Vereinigten Staaten auf Ziele im Iran nach Attacken in der Straße von Hormus gegeben, die Washington Teheran zugeschrieben hatte.
Bericht: USA und Iran einigen sich auf Ende gegenseitiger Angriffe
Die USA und der Iran haben sich einem Medienbericht zufolge auf ein Ende ihrer gegenseitigen Angriffe geeinigt. Beide Seiten planen demnach für Dienstag ein Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha, um ihren Streit um die Straße von Hormus beizulegen, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen hochrangigen US-Regierungsvertreter. Stellungnahmen der beiden Länder lagen zunächst nicht vor.
Israel zerstört Hisbollah-Tunnel im Südlibanon
Die israelische Armee hat nach offiziellen Angaben im Südlibanon einen weitreichenden unterirdischen Tunnel zerstört. Es handele sich um „Terrorinfrastruktur“ der libanesischen Hisbollah-Miliz im Gebiet des Ortes Madschdal Sun, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz. In der Mitteilung war von einem mehr als 200 Meter langen und über 25 Meter tiefen Tunnel die Rede. Dort sollen Hunderte Waffen gelagert gewesen sein. Außerdem hätten sich dort mehrere Abschussschächte für Angriffe auf Israel befunden. Der Tunnel war nach Militärangaben rund zehn Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.
Iran: Wegen Angriffen technischen Gesprächen ferngeblieben
Der Iran hat nach eigenen Angaben wegen der jüngsten Angriffe auf das Land und nach seiner Darstellung unerfüllter Bedingungen der Absichtserklärung mit den USA nicht an den für heute geplanten technischen Gesprächen teilgenommen. „Einer der Gründe ist etwa zu prüfen, ob wir Zugang zu den freigegebenen Geldern haben“, sagte Mehdi Fazaeili, ein Mitarbeiter aus dem Büro des geistlichen Oberhaupts, im staatlichen Fernsehen. „Wenn wir darauf nicht zugreifen können, ist diese Bedingung nicht erfüllt“, erklärte er. Eine Stellungnahme der USA lag zunächst nicht vor.
Iranischer Parlamentspräsident fordert Treffen zu Libanon
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat ein rasches Treffen eines neuen Gremiums zur Kontrolle des Konflikts im Libanon gefordert. Die „Konfliktkontroll-Einheit“ des Irans, der USA und des Libanons solle sobald wie möglich ein Treffen ansetzen, zitierten ihn iranische Staatsmedien am Sonntag. Im Libanon war der Krieg zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah am 2. März wieder aufgeflammt, kurz nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar. Neue Gefechte zwischen den USA und dem Iran haben das Rahmenabkommen für eine Beendigung des Krieges im Nahen Osten in Bedrängnis gebracht, das ein Ende des Krieges „an allen Fronten, auch im Libanon“ vorsieht.
Mehr Schiffsverkehr in Straße von Hormus trotz Spannungen
Trotz der angespannten Sicherheitslage hat der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach Angaben einer multinationalen Informations- und Koordinierungsstelle für die Handelsschifffahrt in der Region zugenommen. In den vergangenen 72 Stunden sei vor den Küsten des Iran und Omans mehr Verkehr registriert worden, teilte das unter Aufsicht der US-Marine stehende Gemeinsame Maritime Informationszentrum (JMIC) am Sonntag mit. Von den USA unterstützte Durchfahrten von Handelsschiffen seien trotz der erhöhten Bedrohungslage ohne Unterbrechung fortgesetzt worden.
Irans Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche mit den USA
Der einflussreiche iranische Klerus fordert nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA. In einer Erklärung der theologischen Zentren in der Pilgerstadt Ghom wurden der Präsident, die Mitglieder des Sicherheitsrats sowie das Verhandlungsteam aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche mit den USA unverzüglich zu beenden. Dies müsse sowohl aus gesetzlichen als auch aus religiösen Erwägungen geschehen, da ein Vertragsbruch eine Missachtung der im Rahmenabkommen festgelegten Bestimmungen darstelle, hieß es in der Erklärung, die über den Staatssender Irib verlesen wurde.
Katarischer Staatsbürger stirbt bei Militäroperationen
Ein katarischer Staatsbürger ist nach Angaben des Innenministeriums an Splitterverletzungen infolge von „Militäroperationen in der Region“ gestorben. Zuvor sei ein Boot mit dem Mann und einer weiteren Person an Bord vermisst worden. Die zweite Person sei verletzt worden, teilte das Ministerium weiter mit. Das Boot sei in den frühen Morgenstunden nach einer Suchaktion entdeckt worden. Den genauen Ort des Vorfalls nannte die Behörde nicht.
Irans Außenminister: Israel muss aus dem Libanon abziehen
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Israel erneut zum Ende der Angriffe im Libanon und zu einem Rückzug des Militärs aus dem Nachbarland aufgefordert. Araghtschi äußerte sich während eines Staatsbesuchs im Irak am Sonntag. Zuvor hatte es erneut US-Angriffe auf Ziele im Iran gegeben sowie Angriffe Teherans auf Bahrain und Kuwait. Das US-iranische Rahmenabkommen, das den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen soll, sieht ein Ende des Krieges „an allen Fronten“ bereits während einer 60-tägigen Verhandlungsphase vor.
Libanesische Nachrichtenagentur meldet israelische Angriffe
Israel hat laut einem libanesischen Medienbericht Ziele im Süden des Libanons angegriffen. Einen Angriff habe es im Dorf Taybe gegeben, einen weiteren im Raum Nabatije, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Sonntag. Angaben zu Opfern machte sie zunächst nicht. Kämpfer der Schiitenmiliz Hisbollah hatten in der Nacht zum Sonntag im südlichen Dorf Deir Sirjan einen israelischen Soldaten getötet, wie das Militär mitteilte. Die Hisbollah gab zunächst keine Stellungnahme ab.
Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus
Der Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus aufs Neue allein für sich. „Die Straße von Hormus wird innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter die Verwaltung des Iran gestellt“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Verantwortung für die Meerenge liege allein beim Iran, bekräftigte Araghtschi. „Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstraße verzögern.“
Iran greift Bahrain an
Der Golfstaat Bahrain hat die jüngsten Angriffe des Irans mit Drohnen und Raketen bestätigt. Das Außenministerium in Manama sprach von einer „gefährlichen Eskalation“, die einem „bewussten Muster wiederholter Angriffe“ gegen das Land folge. Der Iran halte an seinem Kurs fest und sei mit Blick auf das Rahmenabkommen mit den USA über ein Ende der Gewalt „allein verantwortlich“ dafür, die noch bleibenden Chancen auf eine Deeskalation zu untergraben. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) griffen nach eigenen Angaben Ziele in Bahrain sowie Kuwait an. Man habe Infrastruktur des US-Militärs in beiden Ländern zerstört, hieß es in einer Mitteilung. In Bahrain seien Ziele des wichtigen US-Marinestützpunkts getroffen worden. In Bahrain heulten mehrfach die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu begeben. Ein Wohngebäude wurde im Zuge des Angriffs beschädigt, wie das Innenministerium mitteilte. Tote habe es nicht gegeben.
Israel: Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet
Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge Hisbollah-Kämpfer im Süden des Libanon getötet. Der Einsatz in der Gegend von Nabatäa gegen die mit Panzerfäusten bewaffneten Männer sei erfolgt, um eine Bedrohung für israelische Soldaten abzuwenden, teilte das Militär mit. Zudem hätten die Streitkräfte ein Gebäude beschossen, von dem aus die Kämpfer agierten. Die Armee habe auch eine Raketenabschussrampe zerstört.
Trump bestätigt US-Angriffe und droht Iran mit Vernichtung
US-Präsident Donald Trump bestätigte Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran. Getroffen worden seien Lager für Raketen und Drohnen sowie Radarstellungen an der Küste, teilte Trump am Samstag (Ortszeit) auf der Plattform Truth Social mit. Als Grund nannte er die Verletzung eines Waffenstillstandsabkommens. „Es könnte der Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, die Arbeit, die wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu Ende zu bringen“, schrieb Trump weiter. „Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.“
Fox News: US-Angriffe auf Iran „abgeschlossen“
Die US-Angriffe auf den Iran sind einem Bericht des Senders Fox News zufolge „abgeschlossen“. Der Sender berief sich dabei auf einen Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. Zuvor hatte das US-Militär mitgeteilt, als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Handelsschiff Ziele im Iran anzugreifen.
Erneut US-Angriffe auf den Iran
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag gegen den Iran verübt. Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen. Es ist der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben - als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag.
Hisbollah-Chef bezeichnet Abkommen Libanons mit Israel als „Schande“
Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim hat das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon als „Erniedrigung“, „Schande“ und „Verzicht auf die Souveränität“ bezeichnet und dessen Aufhebung gefordert. An die libanesische Regierung gerichtet, sagte Kassim einem Statement des Hisbollah-TV-Senders al-Manar zufolge, es sei an der Zeit von Fehlentscheidungen abzurücken. Diese würden den Libanon zugrunde richten. Kassim kritisierte insbesondere, dass ein israelischer Rückzug aus dem Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Dies überschreite „rote Linien“, ermögliche Israel Einfluss auf innere Angelegenheiten des Libanon und legitimiere eine fortgesetzte Besatzung.
Israel bestätigt Drohnenangriff im Südlibanon
Israel bestätigte den Drohnenangriff im Südlibanon. Das Militär teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, es habe den Schlag mit einer Drohne ausgeführt, da sich keine eigenen Truppen in der unmittelbaren Umgebung befänden. Ziel sei eine Person gewesen, die eine Bedrohung für die israelischen Streitkräfte dargestellt habe.



