Berliner Feuerwehr: Kopftuch zur Uniform sorgt für Diskussionen
Kopftuch zur Uniform: Berliner Feuerwehr in der Kritik

Ein LinkedIn-Post der Berliner Feuerwehr sorgt für Irritationen: Die Behörde begrüßte am Donnerstag ihren aktuellen Jahrgang mit einem Gruppenfoto der 30 Neuankömmlinge. Zentriert in der ersten Reihe posiert eine Frau mit Kopftuch, die das Dienstwappen der Feuerwehr auf ihrem Hemd trägt. In einem weiteren Beitrag ist sie in Dienstuniform mit Schlips zu sehen.

Neutralitätsgesetz und Feuerwehr

Das Berliner Neutralitätsgesetz verbietet das Tragen sichtbarer religiöser Symbole für bestimmte Tätigkeiten, insbesondere bei Polizei und Justiz. Die Feuerwehr wird im Gesetz nicht ausdrücklich aufgeführt. Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte gegenüber dem Tagesspiegel, dass die Behörde derzeit bemüht sei, eine Klärung herbeizuführen, ob zur Uniform ein religiöses Symbol getragen werden darf. „Es geht dabei einerseits um Religionsfreiheit, andererseits steht das Neutralitätsgebot“, teilte der Sprecher mit.

Gerichtliche Entscheidung möglich

Der Sprecher erklärte weiter, dass noch nicht klar sei, in welche Richtung die Entscheidung gehen werde, und dass sogar ein Gericht entscheiden müsse. Jedenfalls sei die Frau im Innendienst tätig. Auch bei der Polizei dürften Frauen im sogenannten rückwärtigen Bereich mit Kopftuch arbeiten. Abseits der Thematik betonte der Sprecher: „Wir als Berliner Feuerwehr sind froh, dass wir Bewerberinnen aus allen Bevölkerungsschichten haben und uns vielseitig aufstellen können.“

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Zuerst hatte die „B.Z.“ über den Vorfall berichtet. Der Tagesspiegel hat bei der Feuerwehr nachgefragt und die Informationen bestätigt.

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