In Mexiko sorgt ein Fall mutmaßlicher Selbstjustiz für Aufsehen. In den sozialen Medien verbreiteten sich Bilder, die gefesselte Männer zeigen, neben denen Motorräder abgestellt sind. Die Taten ereigneten sich in Lagos de Moreno im Bundesstaat Jalisco und richten sich offenbar gegen mutmaßliche Motorraddiebe. Mexikanische Medien wie „Infobae.com“ und „El Heraldo de México“ berichteten über den außergewöhnlichen Vorfall.
Unbekannter als „Batman de Lagos“ bezeichnet
In den sozialen Netzwerken wird der Täter als „Batman de Lagos de Moreno“ bezeichnet – eine Anspielung auf die fiktive Comicfigur, die in Gotham City das Verbrechen bekämpft. Allerdings ist unklar, ob es sich um eine Einzelperson oder eine Gruppe handelt. Die Staatsanwaltschaft von Jalisco bestätigte laut „Infobae.com“, dass Ermittlungen eingeleitet wurden. Bislang seien mindestens fünf Fälle bekannt, bei denen verletzte Männer an Pfosten gefesselt aufgefunden wurden. Alle Opfer wurden zur medizinischen Versorgung in Krankenhäuser gebracht.
Drohbotschaften und gestohlene Motorräder
Neben den Gefesselten fanden die Behörden Pappschilder mit Drohbotschaften, in denen den Männern Straftaten vorgeworfen werden. In einigen Fällen wurden mutmaßlich gestohlene Motorräder als vermeintliche Beweise neben den Opfern abgestellt. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, die Ermittlungen dauern an.
Sicherheitslage in Mexiko angespannt
Die Sicherheitslage in Mexiko ist seit Jahren kritisch, die Gewalt hoch. Die Organisierte Kriminalität gewinnt immer mehr Einfluss. Der Fall von Lagos de Moreno zeigt, dass Selbstjustiz in einigen Regionen als Mittel zur „Verbrechensbekämpfung“ angesehen wird, obwohl sie illegal ist und die Behörden davor warnen.



