Die Ukraine hat in der Nacht zwei russische Raffinerien mit Drohnen attackiert. Das bestätigte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag auf Telegram. Demnach traf das Militär eine Anlage im südrussischen Slawjansk-na-Kubani, was russische Behörden bereits eingeräumt hatten. Zudem sei eine Raffinerie in der Region Jaroslawl getroffen worden, die rund 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt. Unabhängige Überprüfungen der Angaben sind nicht möglich.
Selenskyj kündigt weitere Angriffe an
Selenskyj kündigte weitere Schläge gegen strategische Ziele in Russland an. „Jede unserer Langstrecken-Sanktionen verringert die Ressourcen, die für die russische Kriegsmaschinerie arbeiten, und ist ein Schritt zum Frieden“, schrieb er. Die Raffinerie in Jaroslawl gilt als eine der größten in Russland und war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel ukrainischer Attacken. Sie wurde beschädigt und musste repariert werden.
Russische Behörden schweigen zu Treffer
Die Behörden in Jaroslawl haben einen Treffer in dieser Nacht bislang nicht bestätigt. Gouverneur Michail Jewrajew meldete Drohnenalarm und berichtete von Straßensperren im Bereich der Ölverarbeitungsanlage. Später hob er den Alarm auf, ohne Folgen zu benennen. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder geben keinen Aufschluss über das Ausmaß der Schäden. Die ukrainischen Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.



