Der US-amerikanische Bürgerrechtsaktivist Jesse Jackson ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Jackson sei friedlich verstorben, hieß es in einer Erklärung.
Jackson war eine der prägendsten Figuren der Bürgerrechtsbewegung nach Martin Luther King. Die New York Times bezeichnete ihn als die einflussreichste schwarze Persönlichkeit der USA zwischen King und der Wahl Barack Obamas. Er kandidierte zweimal erfolglos für das Präsidentenamt, blieb aber als Redner und Prediger einflussreich.
Seine Idee einer „Regenbogenkoalition“ der Armen und Ausgegrenzten prägte die Bürgerrechtsbewegung und spätere Kampagnen wie „Black Lives Matter“. Auf dem Demokratischen Parteitag 1984 rief er: „Mein Wahlkreis sind die Verzweifelten, die Verdammten, die Enterbten, die Missachteten und die Verachteten.“
Jackson litt zuletzt an der Nervenkrankheit Progressive Supranukleäre Blickparese (PSP), die im November 2023 diagnostiziert wurde. Bereits 2017 hatte er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht.
Geboren wurde Jackson am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina. Martin Luther King machte ihn zu einem Vertrauten. Als Barack Obama 2008 zum ersten schwarzen US-Präsidenten gewählt wurde, war Jackson unter den Zuschauern und hatte Tränen in den Augen.



