Jesse Jackson, US-Bürgerrechtler und Präsidentschaftsanwärter, mit 84 Jahren gestorben
Jesse Jackson, US-Bürgerrechtler und Präsidentschaftsanwärter, mit 84 Jahren gestorben

Der bekannte US-amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren friedlich im Kreise seiner Familie in Chicago gestorben. Jackson, der in den 1960er Jahren an der Seite von Martin Luther King für Gleichberechtigung kämpfte, war über Jahrzehnte einer der prominentesten Aktivisten in den USA.

Die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition veröffentlichte ein Statement, in dem es hieß: „Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen.“ Weiter hieß es: „Unser Vater war ein dienender Anführer – nicht nur für unsere Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt.“

Wegbegleiter und Politiker äußerten sich bestürzt. Der Bürgerrechtler Al Sharpton schrieb auf Instagram: „Ein Gigant ist nach Hause gegangen.“ US-Präsident Donald Trump bezeichnete Jackson auf Truth Social als „guten Mann“ voller Persönlichkeit und Mut. Ex-Präsident Barack Obama und dessen Frau Michelle Obama würdigten, dass Jackson Chancen für Generationen von Afroamerikanern geschaffen habe.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Jackson wurde 1941 in Greenville, South Carolina, geboren und studierte Theologie in Chicago. Er war mit Martin Luther King in Memphis, als dieser 1968 ermordet wurde. Später gründete er eigene Organisationen, die in der Rainbow Push Coalition aufgingen. In den 1970er Jahren zählte er zu den einflussreichsten schwarzen Amerikanern und wurde als Baptistenpfarrer bekannt.

Internationale Schlagzeilen machte Jackson mit seinen Bewerbungen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten 1984 und 1988. 1984 erreichte er den dritten Platz in den Vorwahlen, 1988 den zweiten. Barack Obama betonte, Jackson habe mit diesen Kandidaturen die Grundlage für seinen eigenen Wahlsieg 2008 gelegt. Jackson zeigte sich in der Wahlnacht zu Tränen gerührt und sprach von einer Wiedergutmachung für die Bürgerrechtsbewegung.

Jackson gab seine Präsidentschaftsambitionen danach auf, setzte sein soziales und politisches Engagement jedoch fort. Der britische Vize-Premierminister David Lammy beschrieb Jackson als „eine Säule der Bürgerrechtsbewegung“ und schrieb auf X: „Möge sein Vermächtnis weiterleben.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration