US-Präsident Donald Trump wird am Freitagabend (Ortszeit) eine Rede am berühmten Präsidenten-Denkmal Mount Rushmore halten, einen Tag vor dem Höhepunkt der „Freedom 250“-Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Der Auftritt ist für 20.30 Uhr Ortszeit (Samstag, 4.30 Uhr MESZ) angesetzt. Im Anschluss ist ein Feuerwerk über dem Nationaldenkmal im US-Bundesstaat South Dakota geplant.
Feierlichkeiten mit Militärüberflügen und patriotischem Programm
Laut Veranstalterangaben sollen Besucher des Parks „eine lebendige Feier der amerikanischen Geschichte, Kultur und des Patriotismus“ erleben. Für den eigentlichen Unabhängigkeitstag am Samstag, dem 4. Juli, sind zudem Überflüge von Militärflugzeugen vorgesehen. Was Trump genau in seiner Rede sagen wird, ist nicht bekannt.
Am Mount Rushmore sind die 18 Meter hohen Gesichter der vier US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in den Granit gemeißelt. Der Bildhauer Gutzon Borglum wählte diese vier aus, „weil sie aus seiner Sicht die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Vereinigten Staaten repräsentierten“, so die Nationalparkverwaltung NPS.
Trump und die Idee, sein Gesicht am Berg zu verewigen
Trump ist bislang nicht in dem Fels verewigt. Offiziell hat er eine Erweiterung des Denkmals nie angeregt, aber die Vorstellung schien ihm zu gefallen. Bei einem Auftritt im Sommer 2017 spielte er öffentlich mit der Idee, ob es seinen Anhängern gefallen würde, wenn er eines Tages Teil des Denkmals wäre. Die damalige Gouverneurin von South Dakota und spätere Heimatschutzministerin Kristi Noem berichtete 2018 in einem Wahlkampfinterview, Trump habe sie ernsthaft gefragt: „Wussten Sie, dass es mein Traum ist, mein Gesicht am Mount Rushmore zu haben?“
Bekannt wurde das Monument auch durch Alfred Hitchcocks Thriller „Der unsichtbare Dritte“ von 1959 mit Cary Grant.
Kritik und Pannen bei den „Freedom 250“-Feiern
Die geplanten Feierlichkeiten stießen in den vergangenen Tagen auf Spott und Kritik. Zuletzt lösten sich Bühnenteile bei einem Auftritt in Washington, D.C. während einer Probe und fielen herab. Verletzt wurde niemand, aber die Teile verfehlten Tänzerinnen nur knapp. Ein Video des Vorfalls kursierte auf Social Media. Ob es angesichts der aktuellen Lage überhaupt Grund zum Feiern gibt, wird in Medien kontrovers diskutiert.



