CDU-Fraktionschef warnt in Wittenberg vor Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt
In einer deutlichen Rede hat Guido Heuer, der Fraktionschef der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, in Wittenberg vor den Folgen des anhaltenden Fachkräftemangels gewarnt. Bei einer Veranstaltung der CDU-Landtagsfraktion forderte er einen grundlegenden Kurswechsel in der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik.
Kritik an Teilzeit-Trend und langen Studienzeiten
Heuer übte scharfe Kritik am aktuellen Trend zu vermehrter Teilzeitarbeit und überlangen Studienzeiten. "Wir brauchen mehr Einsatz im Beruf und weniger lange Studienzeiten", betonte der CDU-Politiker. Er verwies darauf, dass diese Entwicklungen den Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt weiter verschärfen würden.
Der Fraktionschef stellte sich dabei klar hinter Bundeskanzler Friedrich Merz und unterstützte dessen politische Linie. Heuer betonte die Dringlichkeit von Maßnahmen, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Bundeslandes zu sichern.
Forderung nach stärkeren Familienanreizen
Neben arbeitsmarktpolitischen Aspekten sprach sich Heuer auch für stärkere Anreize für Familien aus. Er forderte politische Rahmenbedingungen, die es Familien erleichtern, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Dies sei ein zentraler Baustein im Kampf gegen den Fachkräftemangel.
Die Veranstaltung in Wittenberg fand unter Beteiligung von Ministerpräsident Reiner Haseloff statt, der gemeinsam mit Heuer für die CDU-Positionen warb. Die deutlichen Worte des Fraktionschefs unterstreichen die wachsende Besorgnis über die demografische und wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt.
Heuer mahnte abschließend: "Ohne eine konsequente Wende in unserer Arbeitsmarkt- und Familienpolitik werden wir den Fachkräftemangel nicht in den Griff bekommen." Die CDU-Landtagsfraktion will nun konkrete Vorschläge erarbeiten, um die von Heuer angesprochenen Probleme anzugehen.



