Depot schließt 66 Filialen: 330 Mitarbeiter verlieren Job
Depot schließt 66 Filialen: 330 Beschäftigte betroffen

Die Deko-Kette Depot schließt im Rahmen ihres laufenden Insolvenzverfahrens 66 Filialen in ganz Deutschland. Das Unternehmen veröffentlichte auf seiner Internetseite eine Liste der betroffenen Standorte. „Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind“, sagte Depot-Geschäftsführer Christian Gries.

Betroffene Städte und Zeitplan

Unter den Schließungen sind Filialen in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart. Die meisten Geschäfte sollen nach einem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits dauerhaft geschlossen. Zuvor hatten andere Medien über die Schließungen berichtet.

Nach den Schließungen bleiben laut Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen übrig. Allerdings könnten weitere Standorte folgen, da die Verhandlungen mit den Vermietern noch andauern. Etwa 330 Beschäftigte verlieren durch diese Maßnahme ihren Arbeitsplatz. Hinzu kommen weitere Stellenstreichungen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Mitarbeiter machte Gries keine Angaben.

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Gründe für die erneute Insolvenz

Das Einzelhandelsunternehmen mit Sitz im unterfränkischen Großostheim war kürzlich erneut in finanzielle Schieflage geraten. Bereits im Mai beantragte die GDC Deutschland GmbH beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Als Hauptgründe nannte Gries Zölle, die zunehmende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung der Verbraucher: „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.“

Rückgang des Filialnetzes

Vor einigen Jahren betrieb Depot noch rund 400 Geschäfte. Bereits während und nach der Coronapandemie kämpfte die Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an. Damals schrumpfte das Filialnetz drastisch auf noch gut 150 Geschäfte, und viele Beschäftigte verloren ihren Job.

Der gesamte Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Laut Ifo-Institut fürchtet inzwischen jeder sechste Händler in Deutschland um seine Existenz. Im April schätzten 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein – ein Rekordwert. Neben Depot meldeten auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz an. Die auf Raumausstattung spezialisierte Kette Hammer schloss im Mai ihre letzten Filialen.

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