DGB-Chefin Fahimi mit großer Mehrheit wiedergewählt
DGB-Chefin Fahimi bestätigt

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat seine Vorsitzende Yasmin Fahimi mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Beim Bundeskongress in Berlin stimmten 370 Delegierte für die 58-Jährige, 15 votierten mit Nein, drei enthielten sich. Damit führt Fahimi den Dachverband der Gewerkschaften für weitere vier Jahre. Sie steht seit 2022 an der Spitze des DGB.

Kritik am Radikalkapitalismus

In ihrer Vorstellungsrede vor den Delegierten bezog Fahimi deutlich Stellung zu aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Mit Blick auf anstehende Sozialreformen sagte sie: „Wenn aktuell unverblümt der Radikalkapitalismus gelobt wird und die Beschäftigten mit ihren Arbeitsbedingungen und ihren Löhnen dafür bezahlen sollen, dass halt mal wieder Krise ist, dann soll auf sie Verlass sein.“ Die Gewerkschaften müssten mobilisierungsbereit sein, betonte die DGB-Chefin. Zugleich hob sie hervor: „Auf der anderen Seite sind wir und bleiben wir eine Gestaltungskraft in diesem Land.“

Kongress unter dem Motto „Stärker mit uns“

Der DGB-Kongress tagt noch bis Mittwoch in Berlin unter dem Motto „Stärker mit uns“. Am Abend wird Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil erwartet. Die acht Einzelgewerkschaften des DGB vertreten rund 5,4 Millionen Mitglieder. Der Kongress dient der Diskussion über die künftige Ausrichtung der Gewerkschaftsarbeit und die Wahl der Führungsgremien.

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