Gerresheimer hat am Montag seinen geprüften Jahres- und Konzernabschluss für 2025 vorgelegt und die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2026 deutlich gesenkt. Der System- und Lösungsanbieter aus Düsseldorf rechnet nun mit einem negativen Free Cashflow und einer geringeren operativen Marge.
Negative Free Cashflow-Entwicklung erwartet
Die freien Barmittel (Free Cashflow) sollen im Jahr 2026 zwischen minus 50 und minus 100 Millionen Euro liegen. Bislang hatte Gerresheimer einen moderat positiven Free Cashflow prognostiziert. Als Gründe nannte das Unternehmen ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld, kundenseitige Projektverschiebungen und „operative Herausforderungen“.
Margenprognose gesenkt
Zudem senkte Gerresheimer den Zielkorridor für die bereinigte operative Marge (EBITDA) von 18 bis 19 Prozent auf 17 bis 18 Prozent. Laut dem Analysten Christopher Richardson von Jefferies liegt die Konsensschätzung der Analysten bei 19 Prozent. Die gesenkte Margenprognose dürfte den Aktienkurs zusätzlich belasten.
Aktie dreht ins Minus
Unmittelbar nach Veröffentlichung der Mitteilung stieg der Aktienkurs zunächst um fast fünf Prozent auf ein Tageshoch von über 27 Euro. Im weiteren Handelsverlauf drehten die Papiere jedoch ins Minus und notierten zuletzt rund acht Prozent schwächer bei weniger als 24 Euro. Damit setzt sich der Abwärtstrend der Gerresheimer-Aktie fort.



