Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge plant, das verlassene Verwaltungsgebäude am Zum Hechtgraben 1 in Neu-Hohenschönhausen in Wohnraum umzuwandeln. Das Gebäude steht seit sieben Jahren leer, nachdem bei Reparaturen an Fenstern asbestbelastete Materialien entdeckt wurden. Der Bezirk Lichtenberg untersagte daraufhin 2019 sofort die Nutzung. Seither ist das Gebäude ungenutzt und zeigt deutliche Spuren des Verfalls: zersprungene Fensterscheiben, vernagelte Bretter und Graffitis an der Fassade.
Zeitplan für Umbau steht
Bereits im vergangenen Jahr wurde das Gebäude von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) an die Howoge übertragen. Ziel ist die Schaffung von Wohnungen in den ehemaligen Büroräumen. Laut einer Antwort des Berliner Senats auf eine schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Martin Pätzold sind die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen für Oktober 2026 geplant. Der Bauantrag inklusive Nutzungsänderung wurde bereits im Januar 2026 eingereicht.
91 Wohnungen und Gewerbeflächen geplant
Insgesamt sollen am Standort 91 Wohnungen entstehen, darunter Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen. 46 dieser Wohnungen werden mietpreis- und belegungsgebunden sein. Im Erdgeschoss sind zwei Gewerbeeinheiten mit rund 600 Quadratmetern Fläche vorgesehen, die an soziale Träger vermietet werden sollen. Die Howoge sucht derzeit noch einen Generalübernehmer, der sämtliche Ingenieur- und Architekturleistungen sowie die Bauausführung übernimmt.
Die Howoge kündigte an, die Anwohner „zeitnah“ über die weitere Entwicklung zu informieren. Eine Bürgerinformationsveranstaltung ist jedoch nicht geplant.
Fertigstellung verzögert sich
Wann der Umbau abgeschlossen sein wird, ist noch offen. Die CDU-Fraktion hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass das Projekt „allerdings noch bis mindestens 2028 dauern“ werde. Ursprünglich war ein Baubeginn für Sommer 2026 anvisiert. Dieser Zeitplan kann nun nicht eingehalten werden. Anwohner müssen sich auf längere Bauarbeiten einstellen – möglicherweise bis 2029.



