Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Erwerbstätigenzahl sinkt weiter
MV: Zahl der Erwerbstätigen sinkt weiter

Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Erwerbstätigenzahl sinkt weiter

Die Zahl der Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren 2025 rund 750.600 Menschen beschäftigt, was einem Rückgang von 1.600 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies bedeutet ein Minus von 0,2 Prozent und setzt einen Abwärtstrend fort, der bereits 2024 mit einem Rückgang von 0,7 Prozent begann.

Konjunkturelle Lage und Demografie als Hauptgründe

Statistiker Martin Axnick nannte als Hauptgründe für den Rückgang die schwierige konjunkturelle Lage und die sinkende Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter. Bundesweit stagniere die Entwicklung bei der Erwerbstätigkeit, während Mecklenburg-Vorpommern besonders betroffen ist. Zuletzt waren 2016 mit 746.400 Erwerbstätigen noch weniger Menschen beschäftigt.

Stellenabbau vor allem im produzierenden Gewerbe und Baugewerbe

Der Rückgang konzentriert sich laut Statistikamt vor allem auf das produzierende Gewerbe, wo die Erwerbstätigkeit bereits seit einigen Jahren sinkt. Im Jahr 2025 waren in Mecklenburg-Vorpommern rund 3.500 Menschen weniger in diesem Sektor beschäftigt, was einem Minus von 2,5 Prozent entspricht. Besonders stark betroffen ist das Baugewerbe mit einem Rückgang von 2.100 Erwerbstätigen (minus 4,0 Prozent) und das verarbeitende Gewerbe mit 1.400 weniger Beschäftigten (minus 1,9 Prozent).

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Landwirtschaft verliert, Dienstleistungen gewinnen

In der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei wurden 200 Stellen gestrichen, was einem Rückgang von 1,0 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Dienstleistungen einen leichten Zuwachs von 2.100 Arbeitsplätzen, was einem Plus von 0,4 Prozent entspricht. Diese Entwicklung zeigt eine Verschiebung im Arbeitsmarkt des Nordostens.

Insgesamt bleibt die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern angespannt, mit deutlichen Verlusten in traditionellen Industriezweigen und einem moderaten Wachstum im Dienstleistungssektor.

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