Rentenreform: Kapitalrente und Ende der Minijobs geplant
Rentenreform: Kapitalrente und Ende der Minijobs

Die geplante Rentenreform von CDU und SPD sieht weitreichende Veränderungen vor. Neben der Einführung einer Kapitalrente sollen Minijobs abgeschafft werden. Das kündigten CDU-Chef Friedrich Merz und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) an.

Kapitalrente als neues Modell

Die Kapitalrente soll als zweite Säule neben der gesetzlichen Rente eingeführt werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen gemeinsam in einen Fonds ein, der am Kapitalmarkt angelegt wird. „Das schafft eine zusätzliche Altersvorsorge, die unabhängig von der Demografie ist“, sagte Merz. Die Beiträge sollen zunächst bei einem Prozent des Bruttolohns liegen, später auf bis zu vier Prozent steigen.

Ende der Minijobs

Die Reform sieht zudem das Aus für Minijobs vor. Stattdessen sollen alle Beschäftigungsverhältnisse sozialversicherungspflichtig sein. „Minijobs sind eine Sackgasse für die Rentenansprüche“, erklärte Heil. Arbeitgeber müssten dann auch für geringfügig Beschäftigte Beiträge zur Rentenversicherung zahlen. Die genaue Ausgestaltung soll in den kommenden Monaten erarbeitet werden.

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Reaktionen und Auswirkungen

Die Pläne stoßen auf geteilte Reaktionen. Während Gewerkschaften die Abschaffung der Minijobs begrüßen, warnen Arbeitgeberverbände vor einem Bürokratieaufwand. „Das wird viele kleine Betriebe überfordern“, kritisierte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer. Die Reform soll bis 2025 umgesetzt werden.

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