Sachsen-Anhalt übertrifft Bundesschnitt: Beschäftigungsquote auf Rekordniveau
Sachsen-Anhalt: Beschäftigungsquote über Bundesschnitt

Sachsen-Anhalt übertrifft Bundesschnitt: Beschäftigungsquote auf Rekordniveau

Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt finden eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, wobei der Bundesstaat mittlerweile den Bundesschnitt deutlich übertrifft. Laut aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit lag die Beschäftigungsquote Mitte 2025 bei 65,5 Prozent und damit um 2,3 Prozentpunkte höher als im bundesweiten Durchschnitt. Damit belegt Sachsen-Anhalt im ostdeutschen Vergleich eine führende Position und zeigt eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Frauen erreichen Spitzenwerte in der Beschäftigung

Besonders hervorzuheben ist die hohe Quote bei Frauen: Mit 63,7 Prozent erreicht Sachsen-Anhalt hier den Spitzenwert unter allen Bundesländern. Diese Entwicklung unterstreicht die erfolgreiche Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt und trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei.

Starker Zuwachs bei ausländischen Beschäftigten

Deutlich dynamischer als bei deutschen Beschäftigten verlief in den vergangenen Jahren die Erwerbstätigkeit von Ausländerinnen und Ausländern in Sachsen-Anhalt. Während die Beschäftigungsquote deutscher sozialversicherungspflichtig Beschäftigter binnen zehn Jahren um sechs Prozentpunkte auf 66,6 Prozent stieg, legte sie bei ausländischen Beschäftigten von 31,1 auf 54,9 Prozent zu. Dieser Anstieg verdeutlicht die erfolgreiche Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt.

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Auch bei Schutzsuchenden zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend. Ihre Beschäftigungsquote lag im vergangenen Jahr bei 37 Prozent, nach 31,9 Prozent im Juni 2022. Besonders stark fiel der Anstieg bei Ukrainern aus: Hier erhöhte sich die Quote im gleichen Zeitraum von 12,1 auf 30,3 Prozent, was auf gezielte Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration zurückzuführen ist.

Förderung erleichtert Einstieg in den Arbeitsmarkt

Als Gründe für diese positive Entwicklung nennt die Bundesagentur für Arbeit unter anderem rechtliche Erleichterungen und Fördermaßnahmen. Vereinfachte Anerkennungsverfahren, Sprachförderung und spezielle Programme haben den Einstieg in Arbeit beschleunigt. Zudem verfügten viele Zugewanderte über gut verwertbare Abschlüsse, die eine schnelle Integration ermöglichen.

Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) betonte, dass Sachsen-Anhalt „bei Beschäftigungsquoten einen Spitzenplatz einnimmt“. Um den Bedarf der Unternehmen weiterhin zu decken, soll der positive Trend fortgesetzt werden. Dazu gehören Maßnahmen wie die „Aktivierung von Arbeitslosen, die Integration internationaler Fachkräfte und eine intensive berufliche Aus- und Weiterbildung“.

Die Beschäftigungsquote misst den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren an der Bevölkerung dieser Altersgruppe. Nicht einbezogen sind unter anderem Selbstständige, Beamte und mithelfende Familienangehörige, was die Daten auf eine spezifische Gruppe von Erwerbstätigen fokussiert.

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