Sächsische Arbeitsmarktmentoren begleiten 1.600 Zugewanderte erfolgreich in den Beruf
Sächsische Mentoren: 1.600 Zugewanderte beruflich integriert

Sächsische Arbeitsmarktmentoren begleiten erfolgreich 1.600 Zugewanderte

Im Freistaat Sachsen leisten Arbeitsmarktmentoren einen wertvollen Beitrag zur beruflichen Integration von Zugewanderten. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, wurden im vergangenen Jahr bei insgesamt 1.600 Menschen Mentoring-Maßnahmen begonnen. Davon konnten rund 600 Migrantinnen und Migranten erfolgreich in eine Beschäftigung oder Ausbildung vermittelt werden.

Besonderer Fokus auf benachteiligte Gruppen

Aktuell konzentrieren sich die sächsischen Arbeitsmarktmentoren bewusst auf zwei besonders unterstützungsbedürftige Zielgruppen: weibliche Schutzsuchende sowie Menschen ohne berufliche Qualifikation. Diese Gruppen stehen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt häufig vor zusätzlichen Hürden und benötigen eine intensivere Begleitung.

Das seit 2016 durch sächsische Landesmittel finanzierte Programm bietet umfassende Unterstützung: Die Mentoren beraten zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, helfen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, begleiten bei Behördengängen und unterstützen sogar bei der Suche nach Kita-Plätzen, um die Berufstätigkeit zu ermöglichen. Auch bei der Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse stehen sie kompetent zur Seite.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Erfolgsgeschichte mit konkreten Beispielen

Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) bezeichnet das Programm als echte Erfolgsgeschichte. „Ich setze mich dafür ein, dieses wichtige Programm auch über die aktuelle Förderperiode hinaus fortzuführen“, betonte der Minister. Nicht nur die betroffenen Zugewanderten profitieren von der engen Begleitung – auch sächsische Unternehmen zeigen sich laut Ministerium zunehmend offen für die Beschäftigung von Geflüchteten.

Ein konkretes Beispiel für die erfolgreiche Arbeit der Mentoren ist die Geschichte einer jungen Frau aus Venezuela, die Anfang 2024 nach Sachsen kam. Da ihr Studium zur Fachkraft für Arbeitssicherheit in Deutschland nicht anerkannt wurde, half ihr ein Arbeitsmarktmentor bei der beruflichen Neuorientierung. Inzwischen lässt sie sich zur medizinischen Fachangestellten ausbilden und hat damit eine neue berufliche Perspektive gefunden.

Flächendeckende Präsenz in ganz Sachsen

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gibt es sachsenweit aktuell 14 Projekte mit mehr als 50 Mentorinnen und Mentoren, die in allen Landkreisen und kreisfreien Städten aktiv sind. Diese flächendeckende Präsenz gewährleistet, dass Zugewanderte in ganz Sachsen Unterstützung bei ihrem beruflichen Neustart erhalten können.

Die Arbeitsmarktmentoren leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Integration und Fachkräftesicherung im Freistaat. Durch ihre individuelle Betreuung helfen sie nicht nur einzelnen Menschen, sondern stärken auch den sächsischen Arbeitsmarkt insgesamt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration