Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat von Freitag bis Sonntag sechs tödliche Badeunfälle registriert. „Die Befürchtung, dass es wieder zu vielen tödlichen Unfällen kommt, hat sich leider bestätigt“, sagte ein Sprecher der DLRG. Weitere Fälle könnten noch nachgemeldet werden.
Opfer sind überwiegend junge Männer
Unter den Toten sind fünf Männer im Alter von 16 bis 29 Jahren sowie ein 53-Jähriger. Die Unfälle ereigneten sich an verschiedenen Seen und Gewässern in Deutschland: ein 22-Jähriger im Tegernsee (Bayern), ein 24-Jähriger in einem See im Landkreis Coburg (Bayern), ein 16-Jähriger im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen), ein 53-Jähriger in einem Baggersee in Kleve (Nordrhein-Westfalen), ein 23-Jähriger im Epplesee (Baden-Württemberg) und ein 29-Jähriger im Wandlitzsee (Brandenburg).
Bereits am Donnerstag drei Todesfälle
Schon am Donnerstag waren drei Menschen tödlich verunglückt: Ein 61-Jähriger wurde tot aus dem Großen Zernsee bei Potsdam geborgen, ein 76-Jähriger starb im Tinninger See in Bayern und ein 56-Jähriger in der Kiesgrube Roßla in Sachsen-Anhalt. Die DLRG erfasst auch Fälle, bei denen sie nicht selbst im Einsatz war.
Hinzu kommen mehrere Vermisste. So wurde nach drei Männern gesucht, die im hessischen Biblis im Rhein gebadet hatten. Im rheinland-pfälzischen Altrip wurde ein Schwimmer vermisst, der in einem Weiher unterging.
DLRG warnt vor Selbstüberschätzung besonders bei Männern
Die Lebensretter hatten vergangene Woche dazu aufgerufen, die Gefahren beim Baden und Schwimmen in der Hitze nicht zu unterschätzen. „Wir sehen immer wieder, dass gerade Männer ihre Fähigkeiten überschätzen und Risiken eingehen, die vermeidbar wären“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Bereits 2025 waren vier von fünf Ertrunkenen (82 Prozent) männlich.
Die DLRG empfiehlt, beobachtete Badestellen aufzusuchen und nicht alleine schwimmen zu gehen. Außerdem solle man nicht überhitzt ins Wasser springen, sondern sich vorher abkühlen.



