VW plant weiteren Stellenabbau: 50.000 Jobs sollen weg
VW plant weiteren Stellenabbau: 50.000 Jobs

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs. Der Konzern plant den Abbau von weiteren 50.000 Stellen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf interne Unternehmenskreise. Der neue Stellenabbau soll vor allem die Verwaltung und die Produktion treffen. Betroffen sind Standorte in Deutschland und weltweit.

Details des Sparprogramms

Nach Informationen der Zeitung sieht das Sparprogramm vor, dass bis 2025 rund 50.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Bereits im vergangenen Jahr hatte VW einen Stellenabbau von 30.000 Stellen angekündigt. Der neue Schritt ist Teil eines umfassenden Effizienzprogramms, mit dem der Konzern seine Wettbewerbsfähigkeit steigern will. Ein VW-Sprecher wollte die Zahlen auf Anfrage nicht bestätigen, verwies aber auf laufende Gespräche mit dem Betriebsrat.

Betriebsrat kündigt Widerstand an

Der Betriebsrat von Volkswagen hat bereits Widerstand gegen die geplanten Streichungen angekündigt. „Wir werden nicht zulassen, dass die Belegschaft für die Fehler des Managements büßen muss“, sagte Betriebsratschefin Daniela Cavallo der „Bild“. Man werde für jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen. Auch die IG Metall zeigte sich alarmiert. „VW hat in den letzten Jahren hohe Gewinne erzielt. Jetzt auf Kosten der Beschäftigten zu sparen, ist der falsche Weg“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft.

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Auswirkungen auf die Standorte

Besonders hart könnte es die Standorte in Niedersachsen treffen. In Wolfsburg, Hannover und Braunschweig arbeiten zehntausende Menschen bei VW. Aber auch andere Werke wie Zwickau oder Emden sind betroffen. Der Konzern prüft offenbar, ob ganze Fertigungslinien ins Ausland verlagert werden. Der Stellenabbau soll sozialverträglich über Abfindungen und Vorruhestandsregelungen erfolgen. Ob betriebsbedingte Kündigungen drohen, ist noch unklar.

Gründe für den Sparkurs

Volkswagen steht unter Druck. Die Umstellung auf Elektromobilität erfordert hohe Investitionen. Gleichzeitig sinken die Margen im Kerngeschäft mit Verbrennern. Der Konzern will bis 2025 die Kosten um rund fünf Milliarden Euro senken. Der Stellenabbau ist ein zentraler Hebel. „VW muss effizienter werden, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen“, sagte ein Analyst. Die Konkurrenz aus China und den USA setzt die deutschen Hersteller zunehmend unter Druck.

Reaktionen aus der Politik

Die niedersächsische Landesregierung, die als Großaktionär bei VW sitzt, zeigte sich besorgt. „Wir werden die Entwicklung genau beobachten und uns für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Auch die Bundespolitik schaltet sich ein. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kündigte an, mit dem Konzern über die Pläne zu sprechen. „Es darf nicht zu einem Kahlschlag bei VW kommen“, so Heil.

Zukunftsperspektiven für VW

Trotz des Stellenabbaus betont VW, dass der Konzern in die Zukunft investiert. Neue Jobs sollen in den Bereichen Software, Batteriezellen und autonomes Fahren entstehen. „Wir bauen um und schaffen gleichzeitig neue Arbeitsplätze“, hieß es aus dem Unternehmen. Allerdings werden die neuen Stellen voraussichtlich nicht in dem Umfang entstehen, wie alte wegfallen. Der Betriebsrat fordert daher eine Beschäftigungsgarantie bis 2030. Die Verhandlungen darüber laufen noch.

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