Sachsens Wirtschaftsminister Panter führt Unternehmerdelegation nach Frankreich
Sächsische Unternehmen intensivieren ihre Suche nach Auslandsmärkten für ihre Produkte, wobei das Nachbarland Frankreich als besonders vielversprechend gilt. Um diese wirtschaftlichen Verbindungen auszubauen, führt Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) in der kommenden Woche eine Unternehmerdelegation nach Frankreich an. Die Reise, die von Montag bis Freitag dauert, umfasst Stationen in Grenoble, Paris und Montpellier, wo Besuche bei Firmen und Messen im Mittelpunkt stehen.
Schlüsselbranchen im Fokus der Reise
Das sächsische Wirtschaftsministerium betonte, dass die Reise auf strategische Sektoren abzielt, darunter die Mikroelektronik, Life Sciences (Lebenswissenschaften), Verbundwerkstoffe und erneuerbare Energien. Diese Branchen gelten als zukunftsträchtig und bieten erhebliche Potenziale für die sächsische Wirtschaft. Panter erklärte dazu: „Mit kaum einem anderen Land ist Deutschland so partnerschaftlich verbunden wie mit Frankreich. In einer Zeit von globalen Umbrüchen, Protektionismus und instabilen Lieferketten ist diese Zusammenarbeit innerhalb Europas mehr denn je unerlässlich.“ Er unterstrich, dass nur durch vereinte Anstrengungen die Wettbewerbsfähigkeit gesichert, Innovationen vorangetrieben und strategische Souveränität bewahrt werden könnten.
Frankreich als wichtiger Handelspartner für Sachsen
Frankreich zählt für Sachsen zu den bedeutendsten Außenhandelsmärkten. Im Jahr 2024 exportierten sächsische Unternehmen Waren im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro nach Frankreich, was den höchsten Wert seit etwa 15 Jahren darstellt und Frankreich im Länder-Ranking auf den sechsten Platz brachte. Die Exporte konzentrierten sich hauptsächlich auf:
- Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus
- Maschinenbau
- Elektrotechnik
- Luftfahrzeuge
- Waren aus Kunststoffen
Diese positive Entwicklung setzte sich im Jahr 2025 fort, wobei die Exporte nach Frankreich nach drei Quartalen um 13 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung des französischen Marktes für die sächsische Wirtschaft.
Ziele und Erwartungen der Delegationsreise
Die Reise dient nicht nur der Pflege bestehender Beziehungen, sondern soll auch neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Panter betonte, dass in einer Ära globaler Unsicherheiten die europäische Zusammenarbeit an Bedeutung gewinne. Die Delegation aus sächsischen Unternehmern soll dabei helfen, Handelsbarrieren abzubauen und innovative Projekte in den genannten Schlüsselbranchen voranzutreiben. Durch den direkten Austausch vor Ort erhoffen sich die Teilnehmer vertiefte Einblicke in den französischen Markt und mögliche Partnerschaften.
Insgesamt zeigt diese Initiative, wie Sachsen aktiv seine wirtschaftliche Position in Europa stärken möchte, indem es auf bewährte Partnerschaften setzt und gleichzeitig neue Felder erschließt. Die Reise unterstreicht die strategische Bedeutung Frankreichs als Handelspartner und könnte langfristig zu einer weiteren Steigerung der sächsischen Exporte beitragen.



