Nach einem emotionalen und kräftezehrenden Auftaktmatch blickt Daniel Altmaier voller Vorfreude auf das Zweitrundenduell mit Alexander Zverev beim ATP-Masters in Rom. Für den 27-jährigen Kempener ist es ein echtes Highlightspiel, bei dem er auch eine persönliche Revanche im Sinn hat.
Altmaier mit Wut im Bauch
„Ich habe letztes Jahr keine gute Leistung gebracht. Ich bin froh, dass ich meine Revanche habe, um ehrlich zu sein“, erklärte Altmaier mit Blick auf das insgesamt fünfte Aufeinandertreffen der beiden deutschen Tennisprofis, das am Freitag stattfindet. Die Vorfreude ist groß, doch der Weg dorthin war steinig.
Knapper Auftaktsieg gegen Zhang
In der ersten Runde musste Altmaier gegen den Chinesen Zhizhen Zhang über die volle Distanz gehen. Mit 4:6, 7:6 (7:3), 6:4 setzte er sich durch, musste dabei jedoch zwei Matchbälle abwehren. Als das frühe Aus gegen einen vermeintlich schlagbaren Gegner drohte, ließ der 27-Jährige seiner Frustration freien Lauf und beschädigte im zweiten Satz seinen Schläger erheblich. „Wenn es innerlich so brodelt, muss es auch irgendwie raus“, erklärte Altmaier bei Sky seinen emotionalen Ausbruch, der ihm letztlich half, das Blatt zu wenden.
Comeback macht Mut
Altmaier zeigte sich begeistert von seiner eigenen Aufholjagd: „Seit klein auf bin ich ein emotionaler Spieler, und das muss ich wieder in mir erwecken, um das so zu drehen wie heute.“ Das Comeback vom Mittwoch gibt ihm Auftrieb – nicht nur für die French Open ab 18. Mai, sondern vor allem für das anstehende deutsche Duell in Rom.
Bilanz gegen Zverev
Vor rund einem Jahr war Altmaier im Achtelfinale des ATP-Turniers in München noch chancenlos gegen Zverev gewesen. Der Favorit dominierte den rund zwei Jahre jüngeren Altmaier mit 6:3, 6:2. Dennoch zeigt sich Altmaier vor dem Wiedersehen zuversichtlich: „Ich habe immer Chancen, wenn ich gegen Zverev spiele.“ Immerhin gelang ihm 2024 in Acapulco ein Sieg gegen den Hamburger. In den direkten Duellen führt Zverev jedoch mit 3:1.



