Der französische Rapido-Konzern zeigt auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon (28. August bis 6. September) eine Weltneuheit: den ersten Kastenwagen mit Queensbett. Bisher war diese Art von Bett nur in teil- oder vollintegrierten Wohnmobilen zu finden. Der Fiat-Ducato-Ausbau wird als Rapido V64 und nahezu baugleich als Dreamer D64 Select angeboten.
Innovativer Grundriss: Küche auf der anderen Seite
Um das Queensbett unterzubringen, drehten die Franzosen den üblichen Grundriss eines Kastenwagens um. Die Küche, normalerweise an der Schiebetür, befindet sich nun auf der gegenüberliegenden Seite hinter dem Fahrersitz – ähnlich wie beim VW California. Die Zweier-Sitzbank mit zwei Gurtplätzen rückt an die Schiebetür, sodass sich mit den drehbaren Frontsitzen ein Vierer-Ensemble bildet. Der Tisch ist hinter einer Möbelklappe unter dem Zweiflamm-Gaskocher versteckt und kann dreiteilig ausgezogen werden. Die Bewegungsfreiheit ist etwas beengt, aber für gesellige Runden ausreichend.
Stauraum und variabler Badbereich
Der Küchenblock bietet erstaunlich viel Stauraum mit Oberschränken und großen Schubladen. Der fast wagenhohe Kompressor-Kühlschrank ist zwischen Spüle und hohem Kleiderschrank platziert. Hinter der Zweierbank befindet sich ein variabler Bad-WC-Raum, der dank einer Schwenkwand in eine Dusche verwandelt werden kann. Eine Dieselheizung sorgt für Warmwasser und Raumtemperatur, Gas wird nur zum Kochen genutzt.
Das Prunkstück: Queensbett als Doppelbett
Auf der restlichen Fläche bis zu den hinteren Flügeltüren liegt das Highlight: ein französisches Doppelbett mit den Maßen 1,95 mal 1,40 Meter, das von beiden Seiten leicht zugänglich ist. Die Kopfteile lassen sich getrennt aufstellen, sodass das Bett tagsüber als Sofaersatz für eine Lesestunde dient. Ein senkrecht gestelltes Kopfteil erhöht den Stauraum unter der Koje, sodass in dem 2,05 Meter breiten und 2,58 Meter hohen Kastenwagen auch Fahrräder transportiert werden können.
Preise und Ausstattung
Der Grundpreis für den Rapido Van V64 und den Dreamer D64 Select liegt jeweils bei 71.000 Euro. Der Dreamer ist zudem in der nahezu voll ausgestatteten Saphir-Version erhältlich, die unter anderem Automatikgetriebe, LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera, Lithium-Akku mit Solarpanel und Wechselrichter umfasst – für 79.000 Euro.



