Continental nach milliardenschwerem Umbau mit Jahresverlust – Dividende steigt trotzdem
Continental nach Umbau mit Verlust, Dividende steigt

Continental nach milliardenschwerem Umbau mit Jahresverlust – Dividende steigt trotzdem

Der Reifenhersteller und Kunststofftechnikkonzern Continental hat im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Verlust verzeichnet. Grund dafür sind umfangreiche Umbaukosten in Milliardenhöhe, die durch strategische Umstrukturierungen verursacht wurden. Trotz dieser roten Zahlen plant das Unternehmen eine Erhöhung der Dividende für seine Aktionäre.

Umbaukosten führen zu Verlust von 165 Millionen Euro

Im Jahr 2025 erwirtschaftete Continental einen Verlust von 165 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 1,2 Milliarden Euro erzielt worden war. Dieser Umschwung ist hauptsächlich auf Sonderkosten zurückzuführen, die im Zusammenhang mit der Abspaltung des Autozuliefergeschäfts unter dem neuen Namen Aumovio sowie dem Verkauf eines Teils der Kunststofftechniksparte Contitech entstanden sind. Insgesamt belaufen sich diese buchhalterischen Belastungen auf rund 1,2 Milliarden Euro.

Der Konzern mit Sitz in Hannover hat diese Maßnahmen als notwendigen Schritt für eine langfristige Neuausrichtung und Effizienzsteigerung dargestellt. Trotz des aktuellen Verlusts zeigt sich Continental zuversichtlich, dass die Umstrukturierungen in Zukunft Früchte tragen werden.

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Dividende steigt auf 2,70 Euro

Obwohl das Unternehmen im vergangenen Jahr in die Verlustzone gerutscht ist, plant Continental eine Erhöhung der Dividende von 2,50 Euro auf 2,70 Euro pro Aktie. Diese Entscheidung unterstreicht das Vertrauen der Unternehmensführung in die künftige Profitabilität und Stabilität des Konzerns. Die Dividendenausschüttung soll somit ein Signal an die Investoren senden, dass die aktuellen Herausforderungen überwunden werden können.

Ausblick auf das Jahr 2026: Besserung bei der Profitabilität erwartet

Für das laufende Jahr 2026 setzt Continental auf eine deutliche Verbesserung der Profitabilität im Tagesgeschäft. Der Dax-Konzern rechnet mit einer um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von 11,0 bis 12,5 Prozent. Im Vorjahr war diese Marge von 11,0 auf 10,3 Prozent gesunken, was bereits im Wesentlichen bekannt war.

Unternehmenschef Christian Kötz geht jedoch beim Umsatz von einem weiteren Rückgang aus, der voraussichtlich auf 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro sinken wird. Im Jahr 2025 war der Erlös im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld um zwei Prozent auf 19,7 Milliarden Euro gefallen. Kötz nennt unter anderem Zollbarrieren als Grund für diese Entwicklung.

Insgesamt zeigt Continental trotz des aktuellen Verlusts eine optimistische Haltung für die Zukunft. Die strategischen Umbaumaßnahmen sollen langfristig zu einer höheren Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit führen, während die gestiegene Dividende das Vertrauen in die Unternehmensstrategie stärkt. Die Branche wird gespannt verfolgen, ob diese Prognosen im Laufe des Jahres 2026 Realität werden.

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