Der Bonner Dax-Konzern DHL hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Wie das Unternehmen am Dienstagnachmittag per Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, soll das operative Ergebnis (Ebit) im Jahr 2026 nun über 6,5 Milliarden Euro liegen. Bislang war der Konzern von 6,2 Milliarden Euro ausgegangen.
Expressgeschäft treibt Wachstum
Grund für die optimistischere Einschätzung sind vorläufige Zahlen für den Monat Juni und damit für das zweite Quartal. Insbesondere im Express-Geschäft habe die Nachfrage deutlich angezogen, teilte DHL mit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, das durch Zoll- und handelspolitische Rahmenbedingungen belastet war, verzeichnete der Konzern einen deutlichen Umsatzanstieg.
Zudem habe das Restrukturierungsprogramm „Fit for Growth“ die Kostenbasis verbessert und so zum positiven Ergebnis beigetragen. Die DHL-Aktie reagierte auf die Nachricht am Dienstag mit einem zwischenzeitlichen Kursplus von bis zu drei Prozent.
Umsatzplus von über zehn Prozent
Nach vorläufigen Zahlen legte der Konzernumsatz im zweiten Quartal um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu. Das Konzern-Ebit erreichte rund 1,85 Milliarden Euro, nach 1,43 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Anstieg von knapp 30 Prozent.
Das Ergebnis enthalte auch positive Effekte in der Größenordnung von 150 Millionen Euro infolge der Kapazitätsknappheit im Luftfrachtmarkt, erklärte DHL.
Post & Paket Deutschland schwächelt
Eine Division fiel jedoch negativ auf: Der Bereich Post & Paket Deutschland, das einstige Kerngeschäft des Konzerns, verzeichnete einen Ebit-Rückgang um 31 Millionen Euro auf 135 Millionen Euro. Damit bleibt die Sparte hinter den Erwartungen zurück.
Die vollumfängliche Berichterstattung für das zweite Quartal 2026 soll wie geplant am 5. August veröffentlicht werden.



