Erdoğan verschenkt Revolver an Nato-Gipfel-Teilnehmer
Erdoğan schenkt Revolver an Nato-Gipfel-Teilnehmer

Beim Nato-Gipfel in Ankara hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan den teilnehmenden Regierungschefs ungewöhnliche Abschiedsgeschenke überreicht: scharfe Revolver mit Namensgravur und einer Schachtel Munition. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und andere Staats- und Regierungschefs erhielten die Waffen persönlich von Erdoğan, wie ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte.

Geschenk wird in Deutschland inventarisiert

Der Sprecher erklärte, der Revolver sei an die deutsche Botschaft übergeben worden, um ihn ordnungsgemäß einzuführen und anschließend in die Sammlung offizieller Geschenke aufzunehmen. Die Waffe werde dort inventarisiert, bevor sie den üblichen Protokollregeln folge. Über die Geschenke war zunächst der britische Premierminister Keir Starmer auf dem Rückflug vor Journalisten ins Detail gegangen, wie der „Guardian“ und die Nachrichtenagentur Press Association berichteten.

Starmers Revolver bleibt in der Türkei

Starmer ließ seinen Revolver den Berichten zufolge in der Türkei zurück, wo er entschärft werden soll. Eine Einfuhr nach Großbritannien hätte den strengen britischen Waffengesetzen widersprochen. Laut Starmer war in jede Waffe der Name des Beschenkten eingraviert, und es lag eine Ausfuhrgenehmigung Erdoğans bei. Das türkische Präsidialamt äußerte sich auf dpa-Anfrage zunächst nicht zu den Geschenken.

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Ungewöhnliches Gastgeschenk für Nato-Gipfel

Die Revolver-Geschenke sind für einen Nato-Gipfel außergewöhnlich. Normalerweise werden bei solchen Treffen eher repräsentative Gegenstände wie Bücher, Kunstwerke oder regionale Spezialitäten überreicht. Die scharfen Waffen mit Munition werfen jedoch Sicherheits- und Rechtsfragen auf, insbesondere in Ländern mit strengen Waffengesetzen wie Deutschland und Großbritannien. In Deutschland müssen solche Geschenke nach dem Bundesministergesetz offiziell gemeldet und inventarisiert werden. Merz hatte bereits bei seinem Amtsantritt 2025 angekündigt, alle Geschenke über einem Wert von 200 Euro zu deklarieren.

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