Uber veranstaltet exklusiven Female Leaders Lunch in München
Kurz vor dem internationalen Weltfrauentag am Sonntag hat Uber Deutschland einen besonderen Event organisiert: Den Female Leaders Lunch im Münchner Restaurant Maison Tran im Dreimühlenviertel. Unter der Leitung von Deutschland-Chef Christoph Weigler und PR-Experte Benjamin Bartz versammelten sich etwa 35 hochkarätige Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte zu einem exklusiven Austausch.
Prominente Gästeliste mit Trigema-Chefin und FDP-Politikerin
Die Einladungsliste las sich wie ein Who-is-who der deutschen Wirtschafts- und Kulturszene. Unter den anwesenden Persönlichkeiten befanden sich Bonita Grupp, die Geschäftsführerin der Textilfirma Trigema, sowie Susanne Seehofer von der FDP. Weiterhin nahmen teil: Sibylle Schön, CEO der Modefirma Aigner, die als "Kaffeegräfin" bekannte Unternehmerin Stephanie von Pfuel, und Kristina Hammer, die Präsidentin der Salzburger Festspiele. Das Event diente nicht nur dem Networking, sondern vor allem dem inspirierenden Austausch über weibliche Führungskompetenz.
Sophia Flörsch als Hauptrednerin: Einblicke in den männerdominierten Motorsport
Im Mittelpunkt des Lunches stand die 25-jährige Münchner Rennfahrerin Sophia Flörsch, die den gebannten Zuhörerinnen von ihren Erfahrungen in einer absoluten Männerdomäne berichtete. Flörsch hat sich als erste Frau einen Namen gemacht, die in der Formel 3 Punkte sammelte und beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans unter die Top Ten fuhr. "Der Motorsport ist nicht nur ein Männersport, sondern ein extremer Machosport", erklärte die Rennfahrerin deutlich. Sie kritisierte, dass viele Entscheidungsträger "alte, weiße Männer" seien, die Frauen im Rennsport ablehnten.
Der folgenschwere Unfall und die beeindruckende Rückkehr
Besonders bewegend schilderte Flörsch ihren schweren Unfall im Jahr 2018, als sie im Weltfinale der Formel 3 in Macau mit über 280 km/h in einen Fangzaun raste. Das millionenfach geklickte Video des Horrorscrashes kursiert noch heute im Internet. Die Rennfahrerin zog sich eine schwere Wirbelsäulenfraktur zu und war "so kurz davor, querschnittsgelähmt zu sein". Dennoch saß sie bereits 100 Tage nach dem Unfall wieder im Rennwagen - ein beeindruckendes Beispiel für Willensstärke und Durchhaltevermögen.
Diskriminierungserfahrungen und das große Ziel Formel 1
Flörsch berichtete auch von konkreten Diskriminierungserlebnissen. Bei einem Gespräch mit potenziellen Sponsoren wurde sie mit gerade einmal 15 Jahren gefragt, ob sie nicht irgendwann Kinder wolle. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Lewis Hamilton oder Max Verstappen gefragt werden, ob sie irgendwann Kinder wollen", kommentierte sie trocken und erntete dafür viel Applaus. Ihr größtes Ziel bleibt der Einzug in die Formel 1: "Es gab noch nie eine Frau in der Formel 1. Aber eine Frau, die mit dem Spielzeug der Männer die Männer besiegt - das würde so viel für Frauen generell machen."
Die Münchnerin nutzt negative Kommentare und Zweifel als Motivation: "Ich versuche, mich aus so negativen Kommentaren oder Leuten, die nicht daran glauben, dass Frauen in den Motorsport gehören, zu motivieren und das genau denen zu beweisen." Sie betonte, dass im Auto keine geschlechtsspezifischen Vor- oder Nachteile existierten - das sei das Tolle am Rennsport.
Networking und Inspiration vor dem Weltfrauentag
Der Female Leaders Lunch von Uber bot nicht nur eine Plattform für den Austausch zwischen erfolgreichen Frauen aus verschiedenen Branchen, sondern auch wichtige Impulse für mehr Diversität und Gleichberechtigung in traditionell männerdominierten Bereichen. Die Veranstaltung im Vorfeld des Weltfrauentags unterstrich die Bedeutung weiblicher Vorbilder und Netzwerke für die nächste Generation von Führungskräften.



