Der verletzte Bayern-Star Serge Gnabry (30) hat am Dienstag erste Übungen mit dem Ball absolviert. Der Offensivspieler, der sich Mitte April einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zugezogen hatte, trainiert seit Anfang dieser Woche wieder auf dem Platz. Unter Anleitung von Reha-Trainer Simon Martinello (41) standen neben Laufrunden und Mobilisationsübungen auch erste Ballkontakte auf dem Programm.
WM-Traum geplatzt
Gnabry hatte sich die Verletzung im geheimen Abschlusstraining einen Tag vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (4:2) zugezogen. Dadurch platzte sein Traum von der Teilnahme an der WM in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli). Statt als vielseitiger Stürmer für Deutschland zu spielen, musste der Nationalspieler eine Zwangspause einlegen.
Am Mittwoch- und Donnerstagvormittag war Gnabry auf den Trainingsplätzen nicht zu sehen. Eine Rolle könnte dabei die anhaltende Hitze mit Temperaturen weit über 30 Grad Celsius spielen. Die Verantwortlichen achten darauf, dass der Offensivspieler zwischen seinen Reha-Einheiten ausreichend Regenerationspausen einlegt.
Fortschritte in der Reha
Mit der Rückkehr auf den Trainingsplatz steigen die Chancen, dass Gnabry bis zum Saisonstart Ende August wieder vollständig fit ist. Die Umstände seines Reha-Trainings sind derzeit ungewöhnlich, da das Gelände an der Säbener Straße weitgehend eine Baustelle ist. Überall stehen Baufahrzeuge und liegen Schutthaufen.
Wie bereits berichtet, wurde Anfang Juni unter anderem der Fitness-Parcours mit dem berühmten „Ancelotti-Hügel“ abgerissen. Dabei handelte es sich um eine Rampe mit einer schiefen Ebene und einer Treppe, die der ehemalige Bayern-Coach Carlo Ancelotti (67) und sein Fitness-Chef Giovanni Mauri (69) für Sprint-Übungen errichten ließen. Die Anlage war Teil eines XXL-Parcours mit Sandgrube, Kiesel- und Rindenmulch-Bahn, Balance-Balken, Tartan-Feld mit Basketball-Korb und Beachvolleyball-Platz. Die Anschaffungskosten lagen damals bei rund einer Million Euro.
Neuer Trainingsplatz entsteht
Anstelle des alten Parcours entsteht nun ein neuer Trainingsplatz mit meterhohem Sichtschutz. Dieses Spielfeld ist notwendig, weil auf einem der bestehenden Plätze der lang geplante Anbau des Leistungszentrums errichtet werden soll. Gnabry wird voraussichtlich auch in den kommenden Tagen auf der Baustelle für sein Reha-Training zu sehen sein.



