Gutes Hundefutter erkennen: Expertin gibt Tipps zur Qualität
Gutes Hundefutter erkennen: Expertin gibt Tipps

Viele Hundehalter greifen täglich zur Dose oder zum Trockenfutter – ohne genau zu wissen, was wirklich im Napf landet. Dabei lässt sich die Qualität eines Hundefutters oft schon in wenigen Minuten anhand der Verpackung prüfen. Ernährungsberaterin Philine Ebert erklärt, worauf es dabei ankommt.

Diese Zutaten gehören in gutes Hundefutter

Ein gutes Hundefutter beginnt laut der PETBOOK-Autorin Ebert bei der Zusammensetzung. An erster Stelle sollte Fleisch stehen – idealerweise mit einem Fleischanteil von 60 bis 70 Prozent. Dazu kommen Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Kürbis, Pastinaken, Reis, Getreide, Obst wie Beeren, Kräuter und hochwertige Öle.

Wichtig sind außerdem die sogenannten analytischen Bestandteile. Dazu gehören Rohprotein, Rohfett, Rohfasern und Rohasche (Mineralstoffgehalt). Sie zeigen, wie sich die Nährstoffe im Futter verteilen. Ergänzt werden sie durch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Woran gutes Futter erkennbar ist

Nicht jedes Fleisch im Hundefutter ist hochwertig. Entscheidend ist, ob Muskelfleisch und Innereien verarbeitet wurden oder minderwertige tierische Nebenprodukte wie Schlachtabfälle enthalten sind. Auch pflanzliche Nebenerzeugnisse (Reste aus der Lebensmittelproduktion) sind weniger hochwertig als echtes Gemüse oder Obst.

Der pflanzliche Anteil liefert wichtige Ballaststoffe und Vitamine für Verdauung und Gesundheit. Fehlt dieser komplett, müssen Nährstoffe künstlich zugesetzt werden. Hochwertige Öle wie Lein-, Nachtkerzen- oder Fischöl liefern zusätzlich wertvolle Fettsäuren für das Haustier.

Weniger empfehlenswert sind dagegen Zucker, Süßungsmittel, künstliche Geschmacksverstärker und chemische Konservierungsstoffe. Auch schwer verdauliche Füllstoffe oder glutenhaltiges Getreide können bei manchen Hunden Probleme verursachen.

Diese Angaben sollten auf der Packung stehen

Wichtig ist laut Ebert zunächst, dass es sich um ein Alleinfuttermittel handelt. Nur dann enthält das Futter alle lebensnotwendigen Nährstoffe. Außerdem sollte die Sorte zum Hund passen – etwa zu Welpen, Senioren oder Tieren mit Allergien. Die Zutatenliste sollte klar verständlich sein und alle Inhaltsstoffe vollständig aufführen. Dazu zählen auch Zusatzstoffe wie Vitamine oder Mineralstoffe. Transparente Angaben zu Hersteller, Herkunft und Produktion gelten ebenfalls als Qualitätsmerkmal.

Richtwerte für Trockenfutter

Für Trockenfutter nennt Ebert folgende Richtwerte: 18 bis 25 Prozent Rohprotein, 8 bis 13 Prozent Rohfett, 2 bis 5 Prozent Rohfaser und 4 bis 7 Prozent Rohasche. Nassfutter enthält hingegen deutlich mehr Feuchtigkeit – meist 70 bis 80 Prozent.

Zeigt ein Hund trotz passender Werte Verdauungsprobleme oder Unverträglichkeiten, kann eine individuelle Beratung durch den Tierarzt oder Ernährungsberater sinnvoll sein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration