Hochtief steigt in den Dax auf: KI-Boom treibt Baukonzern
Hochtief steigt in den Dax auf: KI-Boom als Treiber

Der Baukonzern Hochtief wird am kommenden Montag in den deutschen Leitindex Dax aufgenommen. Das Unternehmen verdrängt die Porsche SE, die in den MDax absteigt. Grund für den Aufstieg ist ein rasanter Kursanstieg: Die Aktie hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht, der Börsenwert liegt bei rund 39 Milliarden Euro. Davon befinden sich allerdings nur etwa 20 Prozent im Streubesitz; die restlichen 80 Prozent hält der spanische Baukonzern ACS.

Warum profitiert Hochtief so stark?

Hochtief profitiert massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI), vor allem in den USA. Hinzu kommen milliardenschwere Infrastrukturprogramme und steigende Verteidigungsausgaben weltweit. Der Konzern mit Sitz in Essen ist über seine Töchter Turner (USA) und Cimic (Australien) global aktiv und errichtet nicht nur Wolkenkratzer und Brücken, sondern auch Anlagen für die Energiewende, militärische Infrastruktur und Rechenzentren.

Was bedeutet der Dax-Aufstieg für Hochtief?

Die Aufnahme in den Dax folgt festgelegten Regeln, die auf Streubesitzmarktkapitalisierung und Handelsumsätzen basieren. Für Fonds, die Indizes real nachbilden, hat die Änderung direkte Auswirkungen: Sie müssen umschichten und umgewichten, was den Kurs weiter beeinflussen dürfte. Hochtief steigt zum ersten Mal in den deutschen Leitindex auf.

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Wie ist die Auftragslage?

Die Auftragsbücher sind so voll wie nie zuvor. Ende März erreichte der Auftragsbestand einen Rekordwert von 79,3 Milliarden Euro. Bereits 60 Prozent der Auftragseingänge von 15,2 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026 stammten aus den Wachstumsbereichen KI, Digitalisierung, Verteidigung und Tech. Unternehmenschef Juan Santamaría Cases sieht Hochtief in diesen Sektoren gut positioniert.

Welche Großprojekte hat Hochtief realisiert?

Hochtief und seine Töchter haben an zahlreichen spektakulären Bauten mitgewirkt, darunter die Elbphilharmonie in Hamburg, die erste Bosporusbrücke in Istanbul, der Burj Khalifa in Dubai und der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz. In Deutschland baute der Konzern 13 Atomkraftwerke und ist nun am Rückbau beteiligt, etwa in Biblis (Hessen).

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Hochtief?

Ende 2025 hatte der Konzern rund 61.500 Beschäftigte, davon knapp 3.700 in Deutschland. Die meisten Mitarbeiter arbeiten in Australien (rund 19.400), den USA (rund 14.000) und Indien (rund 11.700). Weitere Standorte sind unter anderem Indonesien mit rund 4.600 Beschäftigten.

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