Die achtfache Olympiasiegerin Isabell Werth hat nach dem Tod ihres Lebensgefährten Wolfgang Urban im Herbst vergangenen Jahres Trost und Energie in der Arbeit mit ihren Pferden gefunden. Im Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ erklärte die 57-jährige Dressurreiterin: „Die Beschäftigung mit den Pferden hat mir emotional schon immer ganz viel gegeben. Daraus schöpfe ich Kraft und Energie. Die Tiere sind meine Tankstelle, wenn man so will.“
Ein schwerer Verlust und die Verantwortung als Mutter
Wolfgang Urban, Manager und Vater ihres 16-jährigen Sohnes Frederik, starb im Herbst 2024. Für Werth bedeutete das nicht nur den Verlust ihres langjährigen Partners, sondern auch eine neue Rolle als alleinerziehende Mutter. Sie betonte: „Er hat einen Anspruch darauf, eine Mutter zu haben, auf die er zählen kann - und auch auf ein unbeschwertes Leben, soweit das überhaupt möglich ist, wenn man seinen Vater so früh verliert.“
Die Weltmeisterschaft in Aachen als nächste Herausforderung
Bei der Weltmeisterschaft in Aachen, die am 11. August beginnt, wird Werth für das deutsche Team an den Start gehen. Laut „Bunte“ wird sie dabei von ihrem Sohn Frederik begleitet. Die Veranstaltung ist für sie eine Gelegenheit, ihre Stärke und Leidenschaft für den Pferdesport unter Beweis zu stellen.
Pferde als Lebenselixier
Für ihre Zukunft wünscht sich Werth vor allem „ganz viel Gesundheit und dass ich noch ganz lange das machen kann, was ich liebe und worin ich erfolgreich bin: Die Pferde und die Reiterei sind mein Lebenselixier und tun mir gut“. Auf die Frage, ob sie etwas an ihrem Leben ändern würde, antwortete sie: „Bestimmt nicht.“
Die Dressurreiterin, die zu den erfolgreichsten Athletinnen ihrer Sportart zählt, zeigt damit, wie wichtig die emotionale Bindung zu ihren Tieren in schwierigen Zeiten ist. Ihre Teilnahme an der WM in Aachen unterstreicht ihren ungebrochenen Willen, auch nach persönlichen Schicksalsschlägen weiterhin Höchstleistungen zu erbringen.



