KNDS kündigt Börsengang an
Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS, Hersteller des Kampfpanzers Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000, geht an die Börse. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sollen die Aktien im Rahmen einer Doppelnotierung sowohl in Frankfurt als auch in Paris platziert werden. Weitere Details, einschließlich des geplanten Zeitpunkts, werden mit dem Börsenprospekt veröffentlicht.
Größter Rüstungs-IPO Europas
Der Schritt gilt als einer der größten Börsengänge im europäischen Verteidigungssektor der vergangenen Jahre. Vorausgegangen war eine Einigung zwischen der deutschen und französischen Regierung über die künftige Eigentümerstruktur. Demnach erwerben die Bundesrepublik Deutschland und der französische Staat jeweils 40 Prozent der Anteile an KNDS. Die verbleibenden 20 Prozent sollen an institutionelle Investoren verkauft werden.
Unternehmenschef äußert sich
„Der geplante Börsengang ist ein natürlicher nächster Schritt für KNDS“, sagte Unternehmenschef Jean-Paul Alary laut Mitteilung. „Er wird unsere strategische Agilität erhöhen und die fortgesetzten Investitionen in Kapazitäten, Innovation und Technologien der nächsten Generation unterstützen. Wir begrüßen außerdem die Absicht der deutschen Regierung, neben dem französischen Staat Ankeraktionär zu werden.“ Die EU-Kommission hatte den Einstieg des Bundes erst vor wenigen Tagen genehmigt.
Hintergrund und Kennzahlen
KNDS entstand 2015 durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Der Konzern beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Der Hauptsitz befindet sich in Amsterdam, die deutsche Zentrale in München. Aktuell ist KNDS im Besitz der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Staates.



