Dem FC Bayern München droht im Fall von Alexander Nübel eine unangenehme Hängepartie. Der 29-jährige Torwart, derzeit mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft, hat nach Informationen der BILD kein Interesse an einem Wechsel zu Besiktas Istanbul. Zuvor hatte der türkische Journalist Yagız Sabuncuoglu berichtet, Nübel habe den Bayern seinen Wechselwunsch mitgeteilt. Dies dementieren sowohl der Spieler als auch sein Management gegenüber den Münchnern.
Besiktas-Interesse bestätigt, aber kein Wechselwunsch
Zwar bestätigen Quellen, dass Besiktas tatsächlich Interesse am deutschen WM-Fahrer hat. Allerdings hat Nübel weder selbst noch über seine Berater einen Wechselwunsch bei den Bayern hinterlegt. Im Gegenteil: Der Keeper, der beim deutschen Rekordmeister noch einen Vertrag bis 2029 plus Option auf ein weiteres Jahr besitzt, soll einem Transfer in die Türkei ablehnend gegenüberstehen. Damit bleibt die Zukunft des Torwarts weiter ungewiss.
Dreifaches Torwart-Problem bei Bayern
Die Münchner haben für die kommende Saison bereits ein Torwart-Trio aus Manuel Neuer (40), Jonas Urbig (22) und Sven Ulreich (37) fest eingeplant. Für Nübel ist in dieser Konstellation kein Platz mehr. Hinzu kommt, dass der zuletzt an den VfB Stuttgart ausgeliehene Torwart mit einem Spitzengehalt von bis zu 11 Millionen Euro einen erheblichen Kostenfaktor darstellt. Zudem soll das Verhältnis zwischen Nübel und Neuer angespannt sein. Aus diesen Gründen drängen die Bayern auf einen Verkauf.
Nübel macht sich keinen Druck
Doch Nübel selbst verspürt offenbar keinen Druck, den Verein verlassen zu müssen. Er könnte daher nach der WM ohne sportliche Perspektive nach München zurückkehren. Dies würde die Bayern in eine schwierige Lage bringen, da sie den Keeper unbedingt abgeben wollen.
Hohe Ablöseforderung schränkt Interessentenkreis ein
Neben Besiktas gibt es zwar weitere Interessenten für Nübel. Allerdings möchte der Torwart nur zu einem Topverein wechseln und ist finanziell nicht bereit, große Abstriche zu machen. Die Bayern fordern laut BILD-Informationen eine Ablöse von rund 20 Millionen Euro, was den Kreis möglicher Abnehmer weiter einschränkt. Ein Deal gestaltet sich daher bislang schwierig.
Trainingsstart und Asienreise als Knackpunkt
Wie andere Nationalspieler, die mit ihren Teams bei der WM die K.o.-Runde erreichen, müsste Nübel nicht zwingend zum Trainingsstart am 20. Juli an der Säbener Straße erscheinen. Allerdings könnte er bei der Asienreise des FC Bayern vom 1. bis 8. August nach Südkorea und Hongkong tatsächlich dabei sein – sofern die Münchner bis dahin keinen Käufer für ihn gefunden haben.



