Porsche Taycan mit e-Shift: Virtuelle Gangschaltung sorgt für Fahrspaß
Porsche Taycan e-Shift: Virtuelle Gangschaltung mit Fahrspaß

Porsche rüstet sein Elektromodell Taycan mit einer virtuellen Gangschaltung aus, um das Fahrgefühl eines Verbrenners zu imitieren. Was zunächst nach albernem Quatsch klingt, entpuppt sich bei einer Testfahrt als überraschend unterhaltsam und durchaus sinnvoll. Autor Thomas Geiger hat den Taycan mit der neuen „e-Shift“-Funktion gefahren und berichtet von einer besonderen Verbindung zwischen Mensch und Maschine.

So funktioniert die virtuelle Gangschaltung

Das System simuliert Schaltvorgänge, die an ein herkömmliches Automatikgetriebe erinnern. Sobald der Fahrer den Schaltwählhebel in die manuelle Position bringt, flackert die Skala blau auf, und der Antrieb beginnt zu stottern – ähnlich wie bei einem Verbrennungsmotor, der an die Drehzahlgrenze stößt. Der Fahrer kann dann per Schaltpaddel am Lenkrad virtuelle Gänge hoch- oder herunterschalten. Die Software passt dabei die Leistungsabgabe des Elektromotors so an, dass sich die typischen Beschleunigungs- und Verzögerungsmomente eines Getriebes einstellen.

Fahrspaß und Sinn dahinter

Laut Porsche geht es nicht nur um Spielerei, sondern um eine intensivere Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug. „Die virtuelle Gangschaltung schafft eine emotionale Bindung, die bei vielen Elektroautos verloren geht“, sagt ein Porsche-Sprecher. Die Testfahrt zeigt: Das System macht tatsächlich Spaß. Es erfordert mehr Aufmerksamkeit und Geschick, die simulierten Gänge optimal auszunutzen. Zudem kann die Rekuperation beim Runterschalten verstärkt werden, was die Energierückgewinnung verbessert. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Taycan ohne e-Shift steigt der Fahrspaß subjektiv, auch wenn die reinen Fahrleistungen identisch bleiben.

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Kritik und Ausblick

Kritiker mögen das System als überflüssiges Gadget abtun, doch Porsche betont, dass es eine Option für Kunden sei, die den Charakter eines Sportwagens mit Verbrennungsmotor vermissen. Der Taycan mit e-Shift ist ab sofort bestellbar und kostet rund 2.500 Euro Aufpreis. Ob sich die Technik durchsetzt, bleibt abzuwarten – fest steht: Das Fake-Getriebe bringt eine neue Facette in die Elektromobilität und zeigt, dass Fahrspaß auch ohne echte Gänge möglich ist.

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