Der FC St. Pauli hat seinen dritten Neuzugang für die kommende Saison präsentiert: Branimir Hrgota (33) wechselt ablösefrei vom Zweitliga-Konkurrenten SpVgg Greuther Fürth ans Millerntor. Der Schwede, der in Fürth als Vereinslegende gilt, unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028.
Hrgota: Sieben Jahre in Fürth, 242 Spiele, 70 Tore
Hrgota spielte die letzten sieben Jahre für die Franken und absolvierte 242 Pflichtspiele – die meisten im zentralen offensiven Mittelfeld (121) oder als Mittelstürmer (87). In der abgelaufenen Saison 2025/26 rettete er den Klub mit seinem Tor zum 2:0 in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen (Hinspiel 0:1) vor dem Abstieg in die 3. Liga. Insgesamt erzielte Hrgota 70 Tore für Fürth, darunter 14 Elfmeter und zwei direkt verwandelte Freistöße, und bereitete 41 weitere Treffer vor.
„Branimir ist ein sehr cleverer Spieler, der Räume erkennt und dank seiner Technik auch unter Druck immer wieder Lösungen findet, selbst den Abschluss sucht oder seine Mitspieler einsetzt. Eine weitere Stärke ist seine Qualität bei ruhenden Bällen. Er war viele Jahre Kapitän und ist ein Leader, der sich auch für Defensivaufgaben nicht zu schade ist und weiß, worauf es in dieser Liga ankommt“, lobt St. Paulis Trainer Marcel Rapp (47).
Sportchef Bornemann: „Flexibilität erweitert unsere Möglichkeiten“
Sportchef Andreas Bornemann (54) ergänzt: „Mit seiner Flexibilität erweitert er unsere Möglichkeiten im Offensivspiel deutlich. Dazu verfügt er über enorm viel Erfahrung und hat immer wieder nachgewiesen, dass er Verantwortung übernehmen und auch in wichtigen Spielen den Unterschied ausmachen kann.“ Hrgota kam 2012 in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach, war danach vier Jahre bei Eintracht Frankfurt. Für die beiden Klubs machte er 138 Bundesliga-Spiele (25 Tore, zehn Assists), bevor er 2019 nach Fürth wechselte. Dort war er in sechs Spielzeiten Kapitän des Teams.
„Ich habe oft genug am Millerntor gespielt, um zu wissen, dass der FC St. Pauli ein besonderer Klub ist“, sagt Hrgota. „Weil für mich auch die sportliche Perspektive und der Plan, den die Verantwortlichen mir aufgezeigt haben, stimmen, ist mir die Entscheidung für den Wechsel nach Hamburg leichtgefallen. Jetzt freue ich mich auf eine neue Aufgabe.“
Gespräche über Verlängerung in Fürth gescheitert
In Fürth waren Gespräche über eine Vertragsverlängerung im Mai geplatzt. Sportdirektor Stephan Fürstner (38) erklärte damals: „Brane ist ein unglaublich verdienter Spieler und deshalb müssen wir seine Entscheidung, eine neue Herausforderung zu suchen, auch akzeptieren. Seine Verdienste für unseren Verein sind außergewöhnlich und werden ihm einen festen Platz in den Geschichtsbüchern sichern.“ Hrgota, der drei Länderspiele für Schweden absolvierte, bringt reichlich Erfahrung in die zweite Liga mit und soll die Offensive der Kiezkicker verstärken.



