VW startet umfassenden Transformationsplan bis 2030 mit Fokus auf Kostensenkungen
VW-Transformationsplan bis 2030: Jeden Stein umdrehen

Volkswagen startet umfassenden Transformationsprozess bis 2030

Nach einem deutlichen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr hat der Volkswagen-Konzern einen neuen umfassenden Transformationsplan angekündigt. Konzernchef Oliver Blume stellte bei der Bilanzvorlage in Wolfsburg die strategische Neuausrichtung für die Zeit bis 2030 vor, mit der der Automobilriese auf die sich rasant ändernden weltweiten Rahmenbedingungen reagieren will.

Neues Geschäftsmodell für veränderte Zeiten

„Wir konzentrieren uns dabei auf die Überarbeitung unseres Geschäftsmodells unter neuen Rahmenbedingungen“, erklärte Blume. Das traditionelle Geschäftsmodell, das Volkswagen über Jahrzehnte getragen habe, funktioniere in dieser Form nicht mehr. Dem wolle man mit einem neuen „Zielbild Volkswagen Konzern 2030“ begegnen, das bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden soll.

Umfassende Kostensenkungen geplant

Ein zentraler Bestandteil des Transformationsplans wird die Kosteneffizienz sein. „Ein Teil dieses Transformationsplans wird natürlich auch die Kosteneffizienz sein“, betonte Blume. Die Kostenbasis bei Volkswagen sei nach wie vor zu hoch – insbesondere in Euro. „Wir werden jeden Stein umdrehen. Das geht über alle Kostenarten.“

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Finanzvorstand Arno Antlitz ergänzte, dass Volkswagen mit den 2024 aufgelegten Effizienzprogrammen zwar gut vorankomme. Im vergangenen Jahr seien die Gesamtkosten dadurch bereits um 1,5 Milliarden Euro gesunken. Angesichts neuer Belastungen etwa durch US-Zölle reiche dies jedoch nicht aus.

Einsparungen in allen Unternehmensbereichen

Die geplanten Kosteneinsparungen werden alle Bereiche des Konzerns betreffen. Personalkosten stünden dabei zunächst nicht im Vordergrund, da sie bei der Kostenstruktur nur einen kleinen Teil ausmachten. Die großen Kosteneinsparungen kämen bereits bisher aus anderen Bereichen wie Beschaffung, Entwicklung, Material, Produktion und Vertrieb.

„Das werde man jetzt im Laufe des Jahres Schritt für Schritt durcharbeiten“, so Blume. Beim Personal werde man zunächst das konsequent umsetzen, was bereits vereinbart wurde. Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich Ende 2024 nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das allein bei der Kernmarke Volkswagen den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht.

Strukturelle Veränderungen im gesamten Konzern

Ähnliche Programme folgten bei Audi und Porsche. Konzernweit sollen so insgesamt 50.000 Stellen wegfallen. Im Gegenzug wurden Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, was eine gewisse Planungssicherheit für die Belegschaft bietet.

Die Details des Transformationsplans sollen im Laufe des Jahres erarbeitet und konkretisiert werden. Volkswagen steht damit vor einer der umfassendsten strategischen Neuausrichtungen in der jüngeren Unternehmensgeschichte, die den Konzern für die Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts wappnen soll.

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