Der Volkswagen-Konzern beabsichtigt einem Medienbericht zufolge, bis zum Jahr 2034 vier seiner deutschen Produktionsstandorte zu schließen. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am Donnerstag berichtete, sind die Werke in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm von den Schließungsplänen betroffen.
Betroffene Standorte im Überblick
Konkret handelt es sich um das Werk in Zwickau (Sachsen), das in Emden (Niedersachsen), das in Hannover (Niedersachsen) sowie das Werk in Neckarsulm (Baden-Württemberg). Die genauen Zeitpläne und die Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze wurden bislang nicht offiziell bestätigt.
Hintergrund der Entscheidung
Der Schritt sei Teil eines umfassenden Restrukturierungsprogramms, mit dem der Konzern auf die schwache Nachfrage nach Elektroautos und den zunehmenden Wettbewerbsdruck reagieren wolle. Der Spiegel beruft sich auf interne Unternehmenskreise. Volkswagen selbst hat sich zu dem Bericht bislang nicht geäußert.
Auswirkungen auf die Beschäftigten
Die IG Metall kündigte bereits Widerstand gegen die Pläne an. „Wir werden uns mit aller Kraft gegen jede Werkschließung wehren“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Die Schließungen würden Tausende Arbeitsplätze gefährden. Laut dem Bericht könnten insgesamt bis zu 30.000 Stellen wegfallen.
Reaktionen aus der Politik
Die betroffenen Bundesländer zeigten sich alarmiert. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) forderte von VW-Chef Oliver Blume eine umfassende Aufklärung. „Die Belegschaften und die Regionen brauchen jetzt Klarheit über die Zukunft der Standorte“, so Lies. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kündigte Gespräche mit der Konzernführung an.
Bislang hat Volkswagen die Berichte weder bestätigt noch dementiert. Eine offizielle Stellungnahme wird im Laufe des Tages erwartet.



