Die DFB-Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer erlebt einen besonderen Höhepunkt ihrer Karriere: Innerhalb von nur neun Tagen pfeift die 32-Jährige gleich zwei Pokal-Endspiele. Am 14. Mai leitet sie das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln, in dem Rekordsieger VfL Wolfsburg auf Titelverteidiger FC Bayern München trifft. Nur neun Tage später, am 23. Mai, steht sie beim Sachsenpokal-Finale der Männer zwischen dem Regionalligisten FSV Zwickau und Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue auf dem Platz.
Erfahrene Unparteiische aus Sachsen
Wildfeuer, die für den SSV Markranstädt in Sachsen pfeift, ist seit 2011 DFB-Schiedsrichterin und hat wettbewerbsübergreifend zahlreiche Einsätze vorzuweisen. Dazu zählen 76 Spiele in der Frauen-Bundesliga und 41 in der 2. Frauen-Bundesliga. Seit 2021 gehört sie zudem zum Kreis der FIFA-Schiedsrichterinnen. Ihre Erfahrung und Ruhe prädestinieren sie für die Leitung solch bedeutender Partien.
Wildfeuer: „Pokalfinale zu leiten, ist etwas ganz Besonderes“
„Das Pokalfinale zu leiten, ist etwas ganz Besonderes und war schon immer ein großes Ziel von mir. Mein Team und ich werden uns gewissenhaft vorbereiten und hochkonzentriert in die Partie gehen – und dabei auch versuchen, diesen Moment bewusst zu genießen“, sagte Wildfeuer im Vorfeld des DFB-Pokalfinales. Ihre positive Einstellung und Professionalität werden ihr bei der Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgabe helfen.
Sachsenpokal-Finale: Brisanz durch Fanrivalität
Das Sachsenpokal-Finale am 23. Mai in Zwickau gilt aufgrund der traditionellen Rivalität zwischen den Fans beider Vereine als besonders brisant. Für die gebürtige Bayerin Wildfeuer ist dies jedoch kein Problem: Sie hat in ihrer Laufbahn bereits viele Männerspiele geleitet und gilt als sehr erfahren. In dieser Saison pfiff sie unter anderem neun Spiele in der Regionalliga Nordost, darunter den 2:1-Sieg der Zwickauer bei Chemie Leipzig.
Assistenten für das Finale in Zwickau
Als Assistenten stehen Wildfeuer am 23. Mai Michael Näther (26) und Jens Klemm (41) zur Seite. Als Vierter Offizieller ist Lars Albert (47) vorgesehen. Das Team ist bestens aufgestellt, um die Partie souverän zu leiten.
Wildfeuers Doppeleinsatz unterstreicht ihre herausragende Stellung im deutschen Schiedsrichterwesen und zeigt, dass Frauen auch in Männerdomänen erfolgreich sein können. Die Fußballfans dürfen gespannt sein, wie sie die beiden Finals meistern wird.



