EZB: Kreditvergabe an Firmen im Euroraum steigt um 4,0 Prozent
EZB: Kreditvergabe an Firmen steigt um 4,0 Prozent

Die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen im Euroraum hat im Mai spürbar zugelegt. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag mitteilte, reichten die Institute 4,0 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als im Vorjahresmonat. Im April hatte das Plus noch bei 3,4 Prozent gelegen.

Kreditvergabe an private Haushalte und Geldmenge M3

Die Kreditvergabe an private Haushalte stieg im Mai um 3,1 Prozent. Die für die Zinspolitik wichtige Geldmenge M3 wuchs um 3,2 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hier lediglich ein Plus von 2,7 Prozent erwartet. M3 umfasst Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen. Die Entwicklung dieser Geldmenge kann Hinweise auf die künftige Inflationsentwicklung geben.

Erste Leitzinserhöhung seit fast drei Jahren

Die EZB hatte am 11. Juni erstmals seit fast drei Jahren den Leitzins angehoben. Damit reagierte sie auf die im Zuge des Iran-Konflikts stark gestiegene Inflation im Euroraum. Im Mai lag die Teuerungsrate bei 3,2 Prozent. An den Finanzmärkten wird für den weiteren Verlauf des Jahres mit mindestens einem weiteren Zinsschritt der EZB nach oben gerechnet.

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Ausblick und weitere Maßnahmen

Die gestiegenen Kreditvergaben und die überraschend hohe Geldmenge M3 deuten auf eine anhaltend expansive Geldpolitik hin, obwohl die EZB mit Zinserhöhungen gegen die Inflation vorgeht. Die Bank hat zudem angekündigt, die Regeln für Großbanken im Euroraum zu vereinfachen, um die Kreditvergabe weiter zu unterstützen.

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