NLB erhöht Angebot für Addiko Bank auf 37 Euro je Aktie
NLB erhöht Angebot für Addiko Bank auf 37 Euro

Im Bieterkampf um die österreichische Addiko Bank setzt die slowenische Nova Ljubljanska Banka (NLB) noch einmal nach. Das Institut erhöht sein freiwilliges Übernahmeangebot auf 37,00 Euro von zuvor 33,50 Euro je Aktie, wie die NLB am Dienstagabend mitteilte.

Neue Bewertung und Überbietung

Damit wird die Addiko Bank nun mit rund 721 Millionen Euro bewertet. Die NLB überbietet die Offerte des Rivalen Raiffeisen Bank International (RBI) damit um 10,50 Euro je Aktie. Der neue Preis entspricht einem Aufschlag von 39,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag. Die Annahmefrist für die Offerte läuft noch bis zum 22. Juli.

NLB-Chef wirbt um Aktionäre

NLB-Chef Blaz Brodnjak warb um die Aktionäre und wies darauf hin, dass Anteilseigner, die das RBI-Angebot in der Zwischenzeit angenommen haben, ihre Entscheidung widerrufen und zur NLB wechseln könnten. Die RBI hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, sich gut die Hälfte der Addiko-Anteile gesichert zu haben.

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Hürden und Bedingungen

Beide Banken machen ihre Offerte von einer Annahmequote von 75 Prozent abhängig. Da die RBI bereits die 50-Prozent-Marke überschritten hat, kann die NLB diese Hürde rechnerisch nur noch nehmen, wenn Aktionäre ihre Zusagen an die Konkurrenz wieder zurückziehen. Das Addiko-Management hatte sich zuletzt hinter die niedrigere RBI-Offerte gestellt und dies mit einer höheren Transaktionssicherheit begründet.

Regulatorische Herausforderungen

Hintergrund sind mögliche regulatorische Hürden für die NLB in Kroatien wegen eines historischen Streits um Alt-Fremdwährungseinlagen. Die NLB zeigte sich in der Mitteilung jedoch zuversichtlich, alle nötigen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden wie der Europäischen Zentralbank (EZB) rechtzeitig zu erhalten.

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