Nürnberg trotzt doppelter Unterzahl: 2:1 gegen Real Oviedo
Nürnberg trotzt doppelter Unterzahl: 2:1 gegen Oviedo

Der 1. FC Nürnberg hat seine Generalprobe für den Saisonstart erfolgreich abgeschlossen. Gegen den spanischen Erstliga-Absteiger Real Oviedo feierte der Zweitligist im Max-Morlock-Stadion einen 2:1-Sieg – und das trotz zweier Platzverweise in der zweiten Halbzeit. Mohamed Ali Zoma (10.) und Piet Scobel (19.) brachten die Franken früh in Front, ehe Tim Janisch (53., Notbremse) und Adam Markhiev (61., Gelb-Rot) vom Platz mussten. Pablo Saenz gelang in der 85. Minute nur noch der Anschlusstreffer für die Gäste.

Hitzige Schlussphase in Unterzahl

Bis zum Platzverweis von Janisch hatte der FCN die Partie offen gestaltet und mit seinen schnellen Angriffen für Gefahr gesorgt. Die Notbremse des Innenverteidigers brachte die taktische Ordnung jedoch durcheinander. Trainer Miroslav Klose musste umstellen und seine Mannschaft dazu bringen, mit einem Mann weniger zu kompensieren. Nur acht Minuten später folgte der nächste Rückschlag: Adam Markhiev sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot und ließ den Club in doppelter Unterzahl zurück.

In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem Real Oviedo zunehmend Druck aufbaute. Die Spanier, die in der vergangenen Saison noch in der Primera División spielten, hatten mehr Ballbesitz, fanden aber kaum Wege durch die gestaffelte Abwehr der Gastgeber. Erst in der 85. Minute verkürzte Pablo Saenz, doch der Ausgleich wollte den Gästen nicht mehr gelingen. Nürnberg verteidigte den Vorsprung mit Leidenschaft und brachte den knappen Erfolg über die Zeit. Die Moral und der Teamgeist in dieser Phase dürften dem Trainerteam wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Pflichtspiele geliefert haben.

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Klose nutzt Generalprobe für Standortbestimmung

Miroslav Klose hatte die Partie im Vorfeld als wichtige Standortbestimmung bezeichnet und entsprechend seine vermeintliche Stammformation aufgeboten. Diese Elf dürfte in großen Teilen auch am kommenden Sonntag beim Zweitliga-Auftakt gegen Dynamo Dresden auflaufen. Einzige Ausnahme war Torhüter Jan Reichert, der wegen einer leichten Verletzung passen musste. Der Schlussmann war erst kurz zuvor zum neuen Mannschaftskapitän ernannt worden – eine Entscheidung, die Klose bewusst getroffen hat, um Führungsqualitäten zu stärken.

Als Stellvertreter von Reichert fungierten Julian Justvan und Adam Markhiev. Gerade Justvan, der vom Zweitliga-Rivalen überzeugte, deutete auch gegen Oviedo an, warum er zu den Leistungsträgern zählt. Markhiev hingegen zeigte, dass er auch in brenzligen Situationen Verantwortung übernimmt, auch wenn seine Gelb-Rote Karte vermeidbar war. Insgesamt bot die Generalprobe jedoch ein positives Bild: Die Abwehr stand trotz Unterzahl stabil, und die Offensive zeigte sich mit den frühen Treffern effizient.

Spontaner Zusatztest gegen FSV Frankfurt

Eigentlich hätte die Partie gegen Oviedo den Abschluss der Testspielreihe bilden sollen. Doch kurzfristig haben die Verantwortlichen eine weitere Begegnung vereinbart: Am morgigen Sonntag um 12.00 Uhr tritt der FCN zu einem Freundschaftsspiel beim FSV Frankfurt an. Für diese Partie sind jene Akteure vorgesehen, die gegen die Spanier nicht zum Einsatz kamen. So erhalten auch die Reservisten die Chance, sich vor dem Saisonstart zu präsentieren und für einen Platz im Kader zu empfehlen.

Die zusätzliche Belastung dürfte dem Kader guttun, denn der Konkurrenzkampf um die Startplätze bleibt intensiv. Während die vermeintliche Stammelf gegen Oviedo überzeugte, wollen die übrigen Spieler im Duell mit dem Drittligisten auf sich aufmerksam machen. Klose wird so auch Einblicke in die Breite des Kaders erhalten, was für die Strapazen einer langen Zweitliga-Saison von Bedeutung ist.

Mit dem Sieg gegen Real Oviedo hat der 1. FC Nürnberg ein Ausrufezeichen gesetzt und geht gestärkt in die englische Woche. Die Mannschaft scheint bereit für den Ernstfall, auch wenn in den kommenden Tagen noch Detailarbeit anstehen dürfte. Die Erkenntnisse aus dem harten Test werden in die Vorbereitung auf Dynamo Dresden einfließen. Die Hoffnung der Fans ist groß, dass der "Club" nach einem durchwachsenen Vorjahr in dieser Spielzeit wieder eine entscheidende Rolle im Aufstiegskampf spielen kann. Der Sieg gegen einen Erstliga-Absteiger gibt dafür zumindest eine erste Orientierung.

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