Die Schweizer Großbank UBS muss in den USA wegen Verstößen gegen Geldwäschevorschriften eine Strafe von 125 Millionen Dollar zahlen. Das US-Finanzministerium teilte am Montag mit, es handle sich um die höchste zivilrechtliche Geldstrafe, die jemals gegen einen Wertpapierhändler wegen Zuwiderhandlungen gegen den Bank Secrecy Act verhängt wurde.
Wiederholungstäter: Bereits 2018 Bußgeld
Die Abteilung zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (FinCEN) des Ministeriums erklärte, die UBS sei ein Wiederholungstäter. Bereits 2018 war die Bank zu einem Bußgeld von 14,5 Millionen Dollar verurteilt worden. Trotz der damaligen Zusage, die Probleme zu beheben, habe die UBS es versäumt, mehr als 50.000 Auslandsüberweisungen im Gesamtwert von mehr als zehn Milliarden Dollar angemessen zu überwachen.
UBS: Altlast abgeschlossen
„Die heutige Mitteilung schließt diese Altlast ab“, teilte die UBS in einer Stellungnahme mit. Die Bank habe uneingeschränkt mit den Aufsichtsbehörden kooperiert und erhebliche Investitionen getätigt, um ihr Programm zur Bekämpfung der Geldwäsche zu stärken.
Hintergrund und Ausblick
Die Strafe ist Teil einer Reihe von Maßnahmen der US-Behörden gegen Finanzinstitute, die gegen Geldwäschevorschriften verstoßen. Die UBS hat in den vergangenen Jahren ihre Compliance-Systeme überarbeitet und investiert weiterhin in die Verbesserung ihrer internen Kontrollen. Die Auswirkungen auf das Geschäft der Bank in den USA dürften begrenzt sein, da die Strafe als Altlast betrachtet wird.



