Berlin – Die Deutsche Bahn könnte nach Jahren der Milliardenverluste in diesem Jahr erstmals wieder eine „schwarze Null“ erreichen. Konzernchefin Evelyn Palla zeigte sich zuversichtlich, dass der Staatskonzern 2026 keinen Verlust mehr ausweisen muss. „Es macht sich bezahlt, dass wir die Bahn auf Effizienz trimmen. Eine schwarze Null scheint nach einem halben Jahrzehnt an Milliardenverlusten greifbar nah“, sagte Palla der „Bild am Sonntag“.
Für das Geschäftsjahr 2025 hatte die Bahn einen Fehlbetrag von rund 2,3 Milliarden Euro gemeldet – etwa 500 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Allerdings gelang operativ die Trendwende: Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich um 630 Millionen Euro auf plus 297 Millionen Euro. Für 2026 peilt der Konzern ein operatives Ergebnis von rund 600 Millionen Euro an.
Palla betonte, dass das interne Verschlankungsprogramm Wirkung zeige. „Unser internes Verschlankungsprogramm mobilisiert auch die Zahlen Richtung steigender Wirtschaftlichkeit und damit Stabilität“, so die Bahn-Chefin. Bei der Bilanzvorlage Ende März hatte sie bereits angekündigt, dem positiven Konzernergebnis 2026 einen großen Schritt näherkommen zu wollen.
Der Umsatz soll im laufenden Jahr auf etwa 28 Milliarden Euro steigen, nach rund 27 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Bahn ist zu 100 Prozent in Staatsbesitz und kämpft seit Jahren mit hohen Verlusten, Investitionsstau und Verspätungen.



