Dax erreicht Rekordhoch bei 25.517 Punkten – Ölpreise sinken
Dax erreicht Rekordhoch bei 25.517 Punkten

Der deutsche Leitindex Dax ist am heutigen Nachmittag auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Mit 25.517 Punkten lag der Index 1,9 Prozent über dem Vortagesschluss und übertraf damit den bisherigen Höchststand aus Januar. Auch der EuroStoxx 50 erreichte mit rund 6.370 Punkten ein Rekordniveau und legte um 1,4 Prozent zu.

US-Arbeitsmarktdaten als Treiber

Den entscheidenden Impuls lieferten die Arbeitsmarktdaten aus den USA für Juni. Sie zeigten eine deutliche Verlangsamung der Einstellungsdynamik, was die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung in den USA dämpfte. Marktteilnehmer werteten dies als positives Signal für die Aktienmärkte, da niedrigere Zinsen die Attraktivität von Aktien erhöhen.

Zudem setzen Anleger verstärkt auf den Trend der Künstlichen Intelligenz (KI). Technologiewerte wie Infineon und Siemens Energy profitierten besonders, da Investoren sie als Gewinner des steigenden Strombedarfs durch KI-Anwendungen sehen. Auch die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt trug zur positiven Stimmung bei.

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Dax koppelt sich von der Konjunktur ab

„Bemerkenswert ist, dass sich der Dax immer mehr von der heimischen Wirtschaftsentwicklung abkoppelt“, schrieb Birgit Henseler, Senior Analystin bei der DZ Bank. Obwohl führende Institute ihre Wachstumsprognosen für Deutschland gesenkt haben, zieht der Leitindex kräftig an. Grund dafür ist die starke globale Ausrichtung der Dax-Unternehmen: Rund 80 Prozent ihrer Umsätze erzielen sie im Ausland, was sie unabhängig von der schwachen deutschen Wirtschaft macht.

Bereits im Januar hatte der Dax die Marke von 25.000 Punkten überschritten, fiel jedoch im Zuge des Iran-Konflikts Ende März auf ein Tief von rund 22.300 Zählern. Seitdem erholte sich der Index kontinuierlich und erreichte nun ein neues Rekordhoch. Im Jahr 2025 hatte der Dax bereits um 23 Prozent zugelegt – das beste Jahr seit 2019.

Risiken bleiben bestehen

Trotz der positiven Entwicklung warnen Experten vor verbleibenden Risiken. Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, und die konjunkturelle Schwäche in Deutschland könnte sich negativ auf die Unternehmensgewinne auswirken. Dennoch überwiegt derzeit die Zuversicht, gestützt durch die Aussicht auf niedrigere Zinsen und den KI-Boom.

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