Die neue staatliche Kaufprämie für Elektroautos ist mit großem Andrang gestartet. Innerhalb von 24 Stunden nach Beginn des Verfahrens gab es nach Angaben des Bundesumweltministeriums bereits knapp 17.000 Anträge. Bis Mittwochnachmittag um 15.30 Uhr stieg die Zahl auf fast 20.000 Anträge, genau 19.448, wie das Ministerium mitteilte.
Minister Carsten Schneider (SPD) warb für die Alternative zu Verbrennern: „Es gibt immer schnellere Autos, günstigere Modelle und mehr Ladesäulen. Zudem ist man unabhängig von Krisen in der Welt und hohen Spritpreisen.“
Förderfähig sind Kauf und Leasing neuer Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride sowie Elektroautos mit Reichweitenverlängerern. Voraussetzung ist eine Zulassung seit dem 1. Januar dieses Jahres. Die Höhe des Zuschusses hängt von Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße ab und kann bis zu 6000 Euro betragen. Die Prämie gilt nur für Privatautos, nicht für Dienstwagen. Die Fördermittel sollen für rund 800.000 Fahrzeuge reichen.
Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) lobte die Prämie als wichtigen Impuls. „Anders als der Tankrabatt fördert sie den Umstieg auf einen effizienten und klimaschonenden Antrieb“, sagte VCD-Verkehrsexperte Michael Müller-Görnert. „Das hilft, hohe Spritpreise abzufedern und macht uns weniger abhängig vom Öl.“
Zugleich forderte der VCD weitergehende Regelungen: „Neben Neuwagen sollten auch gebrauchte E-Autos in die Förderung einbezogen werden – viele Haushalte können sich nämlich trotz der Prämie keinen Neuwagen leisten.“



