Hitzewelle: Neuer Temperaturrekord von 41,7 Grad in Deutschland
41,7 Grad: Neuer Hitzerekord in Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Sonntag einen neuen Temperaturrekord für Deutschland gemessen: In Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree wurden am Nachmittag 41,7 Grad Celsius registriert. Dies ist der dritte Rekordtag in Folge.

Rekordjagd an mehreren Tagen

Bereits am Freitag hatte der DWD in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad einen neuen Höchstwert verzeichnet. Am Samstag folgten zwei weitere Rekorde: Um 15 Uhr wurden an derselben Station 41,4 Grad gemessen, um 16.20 Uhr dann 41,5 Grad in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt. Der bisherige Rekord von 41,2 Grad aus dem Jahr 2019 wurde damit mehrfach übertroffen.

Wärmste Nacht seit Aufzeichnungsbeginn

Die Nacht zum Sonntag war nach vorläufigen DWD-Angaben die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. In Kubschütz in Ostsachsen sank die Temperatur nicht unter 29,4 Grad – der alte Rekord von 27,2 Grad aus dem Jahr 2003 wurde damit um mehr als zwei Grad übertroffen.

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Auswirkungen auf Verkehr und Sicherheit

Die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnunternehmen rieten am Wochenende von nicht dringend notwendigen Reisen ab. Am Samstagabend strandeten über 600 Fahrgäste ohne Klimaanlage in einem Zug in der Prignitz (Brandenburg). Drei Menschen wurden mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus eingeliefert. Ursache war ein umgestürzter Baum auf einer Oberleitung nach einem Sturm.

Der ADAC meldete zahlreiche Autobahnsperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen in vielen Bundesländern, da sich die Fahrbahnen aufgrund der Hitze aufwölbten. Mindestens zehn Menschen starben seit Freitag bei Badeunfällen, darunter zwei Männer in Berlin, ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg und ein sechsjähriger Junge im Rhein-Herne-Kanal in Herne.

Abkühlung und Unwetter zum Wochenstart

Die Hitzewelle verlagerte sich am Sonntag nach Osten. Der DWD warnte vor teils schweren Gewittern mit Starkregen und Hagel, besonders im Osten, aber auch vereinzelt im Westen und Süden. In der Nacht zum Montag ziehen die Gewitter von Westen und Südwesten über die Mitte bis in den Osten und Nordosten. Für Montag werden Höchstwerte zwischen 25 und 29 Grad erwartet, lokal im Osten und Südosten bis 32 Grad.

Extreme Wetterlagen wie diese werden laut DWD durch die Klimakrise häufiger und dürften weiter zunehmen. Die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland ist bereits gestiegen.

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