Badespaß in Sachsen: Die schönsten Seen für den Sommer 2026
Badespaß in Sachsen: Die schönsten Seen für den Sommer

Der Frühling zeigt sich in diesem Jahr noch wechselhaft, mit Regen und kühlen Temperaturen. Doch der Sommer rückt unaufhaltsam näher – und mit ihm die Badesaison. Angesichts steigender Spritpreise und teurer Flugtickets werden für viele Urlauberinnen und Urlauber Ziele vor der Haustür immer attraktiver. Sachsen bietet mit seinen zahlreichen Seen vielfältige Möglichkeiten für Badespaß und Wassersport. Viele dieser Seen sind aus ehemaligen Tagebauen entstanden und wurden aufwendig renaturiert. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die besonders beliebten Badeseen im Freistaat.

Leipziger Neuseenland

Die einst vom Braunkohleabbau geprägte Landschaft im Umland von Leipzig hat sich in eine moderne Wassersportregion verwandelt. Es entstanden und entstehen weiterhin Bergbaufolgeseen, die teilweise bereits durch Kanäle miteinander verbunden sind und mit den Fließgewässern und Kanälen der Stadt Leipzig verknüpft werden. Dadurch entsteht ein Gewässerverbund von etwa 220 Kilometern Länge, der Seen, natürliche Fließgewässer und künstliche Kanäle umfasst. Zu den bekanntesten Seen gehören der Cospudener See, der Markkleeberger See, der Kulkwitzer See und der Schladitzer See.

Cospudener See

Bei den Einheimischen auch liebevoll „Cossi“ genannt, liegt der Cospudener See am südlichen Stadtrand von Leipzig und lockt jährlich mehr als 600.000 Besucher an. Er bietet einen gut zwei Kilometer langen Sandstrand, grüne Buchten und einen 10,4 Kilometer langen, asphaltierten Rundweg, der sich ideal für Radfahrer, Inlineskater und Spaziergänger eignet. Die Wasserqualität ist hervorragend, und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Segeln, Surfen und Stand-up-Paddling machen den See zu einem beliebten Ausflugsziel.

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Kulkwitzer See

Mit einer Wasserfläche von 150 Hektar gehört der Kulkwitzer See zu den kleineren Seen in der Region, zeichnet sich jedoch durch eine ausgezeichnete Wasserqualität aus. Eine absolute Besonderheit ist die Unterwasserlandschaft, die Taucher aus ganz Deutschland anzieht. Zudem gibt es einen Wasserskilift, der für Adrenalinkicks sorgt. Der See ist auch bei Anglern und Naturliebhabern sehr beliebt.

Schladitzer See

Am Schladitzer See wird Wassersport in all seinen Facetten großgeschrieben. Wer schon immer einmal tauchen oder Kitesurfen wollte, findet hier im Strandbad der Schladitzer Bucht beste Infrastruktur und ideale Trainingsmöglichkeiten. Auch Stand-up-Paddler, Surfer und Segler kommen auf ihre Kosten. Besonders ist auch die Anreise: Zwischen dem S-Bahnhof Rackwitz und der Schladitzer Bucht verkehrt auf der vier Kilometer langen Strecke vom 4. Juni bis 6. September ein selbstfahrender Bus-Shuttle, der umweltfreundliche Mobilität ermöglicht.

Lausitzer Seenland

Im Lausitzer Seenland hat sich aus dem ehemaligen Braunkohlerevier eine weitläufige Seenlandschaft entwickelt, die sich ständig weiterentwickelt. Charakteristisch sind die großzügigen, miteinander vernetzten Seerundwege, die direkt am Wasser entlangführen und Radfahrer und Fußgänger einladen, die Landschaft aktiv zu entdecken. Hinzu kommt ein stetig wachsendes Netz schiffbarer Verbindungen. Ein bedeutender Meilenstein wird Ende Juni 2026 erreicht, wenn erstmals fünf Seen schiffbar miteinander verbunden sind. Mit rund 5.300 Hektar zusammenhängender Wasserfläche eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten des Wasserwanderns. Das Lausitzer Seenland verzeichnet seit 2012 jährlich ein Wachstum von etwa zwei bis fünf Prozent bei den Besucherzahlen.

Bärwalder See

Mit einer Fläche von gut 13 Quadratkilometern ist der Bärwalder See der größte Binnensee Sachsens. Er liegt im Landschaftspark Bärwalder See, einer Bergbaufolgelandschaft, die von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft rekultiviert wird. Der Klittener Hafen ist das maritime Zentrum des Sees mit Wasser- und Landliegeplätzen, Bootsverleih, Segelschule und einem eigenen Leuchtturm. Der asphaltierte Seerundweg bietet auf 21 Kilometern für Radfahrer, Skater und Läufer tolle Ausblicke auf das Wasser. Zudem bieten schwimmende Ferienhäuser ein maritimes Urlaubsgefühl.

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Bergheider See

Der Bergheider See entstand durch Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus Klettwitz-Nord und besticht durch die eindrucksvolle Kulisse des Besucherbergwerks F60. Die ehemalige Abraumförderbrücke ist eine der größten beweglichen Maschinen der Welt. Aus 74 Metern Höhe bietet sich ein atemberaubender Blick auf den Bergheider See und das benachbarte Naturschutzgebiet. Der Strand am flachen Nordufer ist breit und mit feinstem Sand ausgestattet. Gute Westwinde sorgen für ideale Bedingungen zum Surfen und Segeln.

Geierswalder See

Über Kanäle ist der Geierswalder See mit dem Senftenberger See und dem Partwitzer See verbunden. Wegen der guten Windverhältnisse ist er bei Seglern und Surfern sehr beliebt. In ausgewiesenen Arealen kann Wasserski und Wakeboard hinter dem Motorboot gefahren werden. Am Badestrand können Urlauber nach Herzenslust planschen, Tretboote ausleihen oder beim Stand-up-Paddling über den See gleiten. Ein Markenzeichen sind die schwimmenden Ferienhäuser, die ein ganz besonderes Urlaubsgefühl bieten.

Was Badegäste beachten sollten

Der Ausbau des Wassertourismus in Sachsen birgt jedoch auch Gefahren. So sind laut DRK-Wasserwacht von den 35 ausgewiesenen EU-Badegewässern im Freistaat nicht einmal die Hälfte regelmäßig bewacht. Wer in offenen Gewässern badet, sollte sicher schwimmen können und stets auf Nichtschwimmer und Kinder achten. Die Wasserqualität wird dagegen ständig geprüft und ist vielerorts gut bis sehr gut. Badegäste sollten dennoch auf ausgewiesene Bereiche achten, da nicht alle Uferzonen freigegeben sind – etwa aus Gründen des Natur- oder Artenschutzes. Mit diesen Hinweisen steht einem unbeschwerten Badevergnügen in Sachsens schönsten Seen nichts im Wege.