Die Bio-Brauerei Riedenburger aus dem Landkreis Kelheim setzt ein Vorzeige-Projekt um: ein modernes Brauhaus ohne fossile Energien. Kürzlich wurden die riesigen Energiespeicher angeliefert.
Nachhaltigkeit im Fokus
Nachhaltigkeit wird beim Riedenburger Brauhaus von Maximilian Krieger großgeschrieben. Die Brauerei aus dem Landkreis Kelheim (seit 1756, in achter Generation) will Bio-Bier brauen ganz ohne fossile Energien. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde neu gedacht und neu gebaut. Nach eigenen Angaben wird man damit „zu einer der modernsten Brauereien Europas“.
Energiespeicher installiert
Passend zum Tag des Bieres (23. April) wurden drei großdimensionierte Energiespeicher geliefert und installiert. Schon seit 1994 ist das Riedenburger Brauhaus eine komplette Bio-Brauerei. Nun hat man neu gebaut, um auch beim Energiebedarf noch mehr auf Nachhaltigkeit zu achten.
Das Brauhaus teilt zu diesem Meilenstein mit: „Der größte Speicher ist rund zwölf Meter hoch, fasst etwa 55.000 Liter Wasser und kann rund 5000 Kilowattstunden thermische Energie aufnehmen.“ Damit lasse sich Wärme in einer Größenordnung speichern, die „die Versorgung eines kompletten Produktionstages abbilden kann“.
Eigene Photovoltaik-Anlage
Weiter heißt es aus Riedenburg: „Die Speicher werden vor allem dann beladen, wenn ausreichend Strom – größtenteils aus eigener Photovoltaik – zur Verfügung steht, und geben die Energie zeitversetzt im Brauprozess wieder ab.“ Künftig werden verschiedene Technologien in Kombination eingesetzt: die Nutzung von Abwärme, die Speicherung von Energie, Wärmepumpen und die sogenannte Brüdenverdichtung – „weltweit erstmalig in dieser Kombination“, so das Familienunternehmen.
Biertanks und Trebersilo eingebaut
Bereits im Februar waren 18 Biertanks sowie ein Trebersilo eingebaut worden. Die Behälter sind bis zu rund sieben Meter hoch und verfügen über ein Fassungsvermögen von jeweils bis zu 20.000 Litern. Für die Installation brauchte es einen Kran, der sie durch die Dachluke ins Gebäude hob.
Lob vom Brauerbund und Wirtschaftsministerium
Das Projekt wird vom Bayerischen Energieforschungsprogramm gefördert. Sowohl das Wirtschaftsministerium von Hubert Aiwanger als auch der Bayerische Brauerbund hatten das Projekt bereits gelobt. Geschäftsführer Maximilian Krieger hatte der AZ im April 2025 dazu gesagt: „Wenn wir hier ein Beispiel sein können, dann sind wir darauf schon stolz.“ Und: „Für uns als ökologischer Betrieb ist es wichtig, dass wir unseren Fußabdruck reduzieren und uns so nachhaltig wie möglich aufstellen. Das Ziel ist, dass wir die fossilen Brennstoffe komplett ersetzen.“ Das Sudhaus soll am 8. Juni 2026 in Betrieb genommen werden.



