Die erweiterte Rücknahmepflicht für Einweg-E-Zigaretten ist nach Ansicht von Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt (SPD) nur ein erster Schritt. Sie dringt auf ein zügiges Verbot der Wegwerfprodukte. „Einweg-E-Zigaretten sind nicht nur ein erhebliches Umweltproblem, sondern auch ein konkretes Sicherheitsrisiko“, betonte die Ministerin. Wenn Rohstoffe wie Lithium in den Restmüll gelangten, könne es in Entsorgungsanlagen zu gefährlichen Bränden mit giftigen Gasen kommen.
Rücknahmepflicht seit 1. Juli ausgeweitet
Seit Mittwoch, dem 1. Juli, sind auch kleinere Verkaufsstellen wie Kioske und Tankstellen verpflichtet, alte Einweg-E-Zigaretten zurückzunehmen. Verbraucher können leere Geräte nun überall dort abgeben, wo sie gekauft werden. Zuvor galt diese Pflicht nur für größere Händler. Die Regelung soll die Entsorgung erleichtern und verhindern, dass die Geräte im Hausmüll landen.
Bundesumweltminister bereitet Verbot vor
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte angekündigt, ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten vorzubereiten. Er will noch in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Schneider begründet das Vorhaben mit der Brandgefahr, die von den enthaltenen Lithium-Ionen-Akkus ausgeht. Die sogenannten Vapes erzeugen Dampf, der inhaliert wird und nach Früchten oder Menthol schmeckt.
Gesundheitsrisiken durch Nikotin
Obwohl der Dampf deutlich weniger Schadstoffe enthält als Tabakrauch, warnen Mediziner vor Gesundheitsgefahren und der abhängig machenden Wirkung des enthaltenen Nikotins. Die Geräte sind vor allem bei Jugendlichen beliebt, was zusätzliche gesundheitspolitische Bedenken aufwirft. Brandenburg setzt sich daher gemeinsam mit anderen Bundesländern für ein baldiges Verbot ein.



