Grünen-Chefin Brantner warnt: Neues Heizgesetz wird für Bürger "unglaublich teuer"
Brantner: Heizgesetz wird "unglaublich teuer" für Bürger

Grünen-Chefin warnt vor massiven Kosten durch neues Heizgesetz

In einem exklusiven Interview mit BILD hat die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner (46) scharfe Kritik an den geplanten Heizungsregelungen der Bundesregierung geäußert. Die Politikerin, die seit November 2024 an der Spitze der Umweltpartei steht, warnt vor erheblichen finanziellen Belastungen für Bürgerinnen und Bürger.

„Unglaublich teuer“ für Mieter und Eigentümer

„Es wird unglaublich teuer für die Bürgerinnen und Bürger“, so Brantner wörtlich. Die Bundesregierung habe beschlossen, zukünftige Kostenfallen wieder ins Private zu verlagern. Jeder werde in Zukunft die „superteuren Biogas-Rechnungen“ zu tragen haben. Die Grünen-Chefin betont, dass Biogas bereits jetzt deutlich teurer sei als herkömmliches Gas und die geplante Beimischung im Gasnetz sowie der Einsatz von Wasserstoff praktisch nicht realisierbar seien.

Wärmepumpen als beliebteste Heizform

Brantner verteidigt gleichzeitig die Wärmepumpe als mittlerweile beliebteste Heizform unter den Bürgerinnen und Bürgern – selbst bei AfD-Wählern. Das Ziel sei klimaneutrales Heizen und Unabhängigkeit von autokratischen Regimen, die Gas liefern. Sie verweist auf mögliche Lieferstopps durch Putin, Scheichs oder einen US-Präsidenten Trump, die zu explodierenden Kosten führen könnten. „Dann gehen die Kosten wieder durch die Decke, und wer sind die Blöden? Die Mieterinnen und Mieter, die das zu zahlen haben“, so die Grünen-Politikerin.

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Wahlkampf in Baden-Württemberg ohne Grünen-Logo

Das Interview thematisiert auch den aktuellen Wahlkampf in Baden-Württemberg, wo am 8. März gewählt wird. Auffällig ist, dass auf den Wahlplakaten von Spitzenkandidat Cem Özdemir (60) das Grünen-Logo fehlt. Brantner weist den Vorwurf zurück, Özdemir wolle seine Parteizugehörigkeit verschweigen: „Cem ist natürlich durch und durch ein Grüner. Er ist seit 40 Jahren unterwegs. In Baden-Württemberg kennt ihn jeder und es weiß auch jeder, dass er ein Grüner ist.“ Bei dieser Wahl gehe es nicht um einen Parteitag, sondern darum, Ministerpräsident zu werden.

Kritik an sexualisiertem Blick im Klassenzimmer

Auf Nachfrage zu einem acht Jahre alten Video, in dem Özdemirs Gegenkandidat Manuel Hagel das Aussehen einer Schülerin beschreibt, äußert sich Brantner als Mutter deutlich: „Ich halte so einen sexualisierten Blick ins Klassenzimmer wirklich nicht für angebracht.“ Sie begrüßt, dass Hagel selbst die Äußerung als „Mist“ bezeichnet habe. Es gehe darum, welche Debatten man gemeinsam führe, nicht darum, wie man auf Mädchen oder Jungen im Klassenzimmer schaue.

Die Grünen stellen in Baden-Württemberg seit 15 Jahren den Ministerpräsidenten. Ob diese Tradition fortgesetzt wird, entscheidet sich bei der Landtagswahl am 8. März. Brantner, die selbst aus Baden-Württemberg stammt, unterstützt Özdemir im Wahlkampf trotz der kontrovers diskutierten Plakatgestaltung.

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